Dienstag, 30. August 2005

Sicherheitsbericht 2004: Zahl der Anzeigen stieg, aber weniger Fälle wurden aufgeklärt!

  • Im Vorjahr 8,2 Prozent mehr Verurteilte als 2003
  • Zahl der Banküberfälle ist deutlich gestiegen

Geringfügig mehr Anzeigen von Straftaten als 2003 und einen Rückgang bei der Aufklärungsquote weist der Sicherheitsbericht 2004 auf. Demnach stieg die Zahl der Anzeigen im Vorjahr um 0,1 Prozent gegenüber 2003, die Zahl der aufgeklärten Verbrechen ging um 0,4 Prozent zurück. Stark gestiegen - um 8,2 Prozent - sind die Verurteilungen.

Deutlich weniger strafbare Handlungen als 2003 gab es im Vorjahr in Wien (minus 5,8 Prozent ohne Straßenverkehr, 5,5 Prozent weniger mit den Verkehrsdelikten). Ein Rückgang war auch in Kärnten und Salzburg zu verzeichnen. In allen anderen Ländern gab es mehr Strafanzeigen - im Burgenland um 10,1 Prozent, in Niederösterreich um 8,6 Prozent und in der Steiermark um sechs Prozent, jeweils ohne Verkehrsdelikte.

Zuwächse bei der Aufklärungsquote gab es nur im Burgenland (plus 1,1 Prozent) und in der Steiermark (plus 0,3 Prozent). In Wien stagnierte die Quote auf dem Niveau des Jahres 2003 bei 26,8 Prozent. In allen anderen Bundesländern gab es einen Rückgang.

2004 gab es laut Sicherheitsbericht 170 Morde, um 28 mehr als 2003, was eine Steigerung um 19,7 Prozent bedeutet. 162 wurden aufgeklärt. Ein leichter Rückgang war bei den strafbaren Handlungen gegen fremdes Vermögen festzustellen, 466.397 angezeigte Fälle bedeuteten 0,1 Prozent weniger als 2003. Die Zahl der Einbrüche in Geldinstitute stieg allerdings um 142,9 Prozent an - von 49 auf 119 Fälle. Auch die Zahl der Bank- und Postraube ging nach oben, um 17,9 Prozent mehr als 2003.

Eklatante Steigerungsraten gab es bei den angezeigten strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung.(apa/red)

30.8.2005 16:02