Mittwoch, 24. August 2005

50 europäische Baustellen im ÖAMTC-Test: Österreich geht eindeutig als Sieger hervor!

  • Top-Bewertungen für A1, gutes Ergebnis für die A10
  • Flop in punkto Baustellensicherheit: Italien & Kroatien

Ein Test des ÖAMTC stellt den heimischen Baustellen ein positives Zeugnis aus: Gefährliche Mängel hat dabei vor allem Italien gezeigt, während eine österreichische Baustelle als einzig überprüfte die Bestnote erhielt. Der Verkehrsclub untersuchte gemeinsam mit Partnerorganisationen 50 Stellen auf Autobahnen in Urlaubsländern und Österreichs Nachbarstaaten.

Vor allem die Urlaubsländer Italien und Kroatien haben es in punkto Baustellenabsicherung in sich: Im südlichen Nachbarland waren von fünf getesteten Baustellen gleich vier mangelhaft. Die fünfte war nach Ansicht der Prüfer gar nur "ausreichend" gesichert. Ähnlich präsentierte sich die Situation in Kroatien: Die beiden getesteten Baustellen waren mangelhaft bzw. ausreichend.

Gute Ergebnisse für Deutschland
In Deutschland werden die aufgerissenen Straßen und Bagger auf den Autobahnen durchwegs gut abgesichert: Neun Baustellen wurden untersucht, wovon sieben die zweit beste Bewertung erhielten. Bei den beiden anderen waren immerhin noch ausreichend Vorkehrungen zur Unfallverhinderung getroffen worden. Auch Großbritannien erhielt durchwegs gute Noten.

Bestnote für Bereich Amstetten auf A1
Die beste Bewertung erteilte der ÖAMTC einer heimischen Baustelle auf der Westautobahn (A1): Die Absicherung des Bereichs Amstetten ist nach Ansicht der Experten "sehr gut" erfolgt. Zwei weitere Baustellen auf der A1 (Amstetten und St. Georgen) erhielten die Note gut. Nur ausreichend befanden die Experten dagegen die Baustellen bei Linz auf der Mühlkreisautobahn (A7) sowie jene bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A13). Gut erhielt auch die Baustelle Golling auf der Tauernautobahn (A10) in Salzburg.

Höhere Tempolimits erhöhen Sicherheit
Höhere Tempolimits sorgen in Baustellenbereichen kurioserweise offenbar für mehr Sicherheit, wie ÖAMTC-Experte Willy Matzke erklärte. Bei Amstetten und Traun wurde in einem Pilotprojekt das Tempolimit auf 100 km/h erhöht, wodurch sich der Verkehrsfluss verbessert habe und weniger Staus und Auffahrunfälle auftreten würden. "Es klingt zwar überraschend, aber je höher die Geschwindigkeit ist, mit der eine Baustelle sicher durchfahren werden kann, desto weniger Unfälle passieren", meinte Matzke. Der ÖAMTC forderte einen verbindlichen Sicherheitskatalog für alle europäischen Baustellen. Reduktionen der Fahrstreifen sollten vermieden werden und Verschwenkungen rechtzeitig und mehrmals angekündigt werden. (APA/red.)

24.8.2005 10:56