"Blaues Auge" für heimischen Tourismus: Zahl der Nächtigungen ging leicht zurück
- Experte: Im Juli gab es aber bereits ein Gäste-Plus
- Die Thermen profitieren vom schlechten Wetter
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"Der österreichische Sommertourismus ist bisher mit einem blauen Auge davongekommen, gerettet durch den Juli." Diese Bilanz zieht der Tourismusexperte der Statistik Austria, Peter Laimer. Die Zahl der Nächtigungen ging von Mai bis Juli geringfügig um 0,2 Prozent auf 28,2 Millionen zurück, im Juli selbst wurde ein Plus von 1,4 Prozent auf 13,7 Millionen Übernachtungen verzeichnet.
Die vorläufige Bilanz des Sommertourismus hänge allerdings noch davon ab, wie der August gelaufen sei, auf den 30 Prozent der Nächtigungen im Sommer entfallen, berichtet Laimer. Das Wetter sei im August ja "nicht überragend" gewesen. Das jüngste Hochwasser werde hingegen nicht allzugroße Auswirkungen auf den Tourismus haben, hofft der Tourismusexperte.
Wieder mehr Deutsche
Der Rückgang bei deutschen Gästen bremste sich nach einem 4,3- prozentigen Minus im den Monaten Mai und Juni im Juli wieder ein. Die Zahl der Übernachtungen von deutschen Gästen stieg im Juli um 3,4 Prozent, von Mai bis Juli errechnet sich damit noch ein leichtes Minus von 0,9 Prozent. Bei den Deutschen lasse sich ein starker Trend zu Kurzreisen erkennen: "Die Gäste kommen, aber bleiben kürzer".
Thermen profitieren
Profitiert vom schlechten Wetter haben der Wellness- und Thermentourismus sowie der Städtetourismus. Die steigenden Nächtigungszahlen gehen einher mit einem Trend zur Qualitätshotellerie, die von Mai bis Juli ein Plus von 3,3 Prozent verzeichnete.
Stärkster Rückgang in Kärnten
Die Zahl der Nächtigungen ging von Mai bis Juli laut vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria um 0,2 Prozent auf 28,2 Millionen zurück. Von den Bundesländern verzeichnete Kärnten mit einem Minus von 3,2 Prozent den stärksten Rückgang, gefolgt von Salzburg (minus 1,7 Prozent) und Vorarlberg (minus 1,4 Prozent). Alle anderen Bundesländer verbuchten Zuwächse, die stärksten das Burgenland mit plus 5,8 Prozent, gefolgt von Wien mit plus 2,2 Prozent. Im Juli stieg die Zahl der Übernachtungen um 1,4 Prozent auf 13,7 Millionen. (apa)
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