Geringere Weinernte in Ö: Entwicklungs-rückstände wegen zu kühler Witterung!
- Rückgang bei Weiß- und Rotweinen von minus 6 %
- Für NÖ dennoch überdurchschnittliche Ernte erwartet
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Die Weinernte wird heuer in Österreich geringer ausfallen: Mit 2,6 Mio. Hektoliter werde die Ernte um 6 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, aber ein Prozent über dem Erntedurchschnitt der vergangenen fünf Jahre liegen, so die ersten Schätzungen der Statistik Austria.
Sowohl Weißweine mit 1,7 Mio. Hektoliter (-5 Prozent) als auch Rotweine mit 897.300 Hektoliter (-7 Prozent) liegen unter den jeweiligen Vorjahresmarken, die Traubenentwicklung wird jedoch besser als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres eingeschätzt.
Schädlingsbefall regional unterschiedlich
Der bisherige Vegetationsverlauf wird von vielen Winzern als zufriedenstellend beschrieben. Eine gute Feuchtigkeitsverteilung stand einer etwas zu kühlen Witterung gegenüber, was zu Entwicklungsrückständen von bis zu zwei Wochen führte. Der Schädlingsbefall war regional sehr unterschiedlich, dafür wurden Verrieselungsschäden einheitlich sehr gering bewertet. Spätfrostschäden sind punktuell in Niederösterreich und im Burgenland aufgetreten. Es wurde auch von Sonnenschäden an den Trauben durch die kurze Hitzeperiode Ende Juli berichtet. Die Auswirkungen durch die aktuelle Hochwassersituation seien in dieser Vorschätzung noch nicht berücksichtigt, so die Statistik Austria am Donnerstag.
Hohe Ernte in NÖ, Steiermark & Burgenland verlieren
Niederösterreichische Weinbauern erwarten auch heuer mit 1,6 Mio. hl (-5 Prozent) eine überdurchschnittliche Weinernte (+4 Prozent im Fünfjahresschnitt). Das Burgenland dürfte mit 745.100 hl (-9 Prozent) nicht ganz an den Fünfjahresschnitt (-3 Prozent) herankommen, und auch die Steiermark könnte mit 166.900 hl leicht unterdurchschnittlich (-2 Prozent im Fünfjahresschnitt) notieren. Wiener Winzer sehen mit 22.300 hl einer ähnlich hohen Weinernte wie 2004 entgegen.
Gros des Weißweines aus NÖ
Der Großteil des Weißweins wird in Niederösterreich mit 1,2 Mio. hl (-4 Prozent) erwartet, das Burgenland rechnet mit 345.700 hl (-11 Prozent) und die Steiermark dürfte 124.800 hl (-4 Prozent) zur Gesamtproduktion des "Weißen" beisteuern. Auch bei der Rotweinproduktion liegt Niederösterreich mit zu erwartenden 451.100 hl (-7 Prozent) vorne, jedoch dicht gefolgt vom Burgenland mit 399.300 hl (-8 Prozent) und der Steiermark mit 42.100 hl (+12 Prozent). (APA/red.)
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