Donnerstag, 25. August 2005

Jede(r) Zweite gibt der Sicherheit auf Österreichs Schulwegen glattes Ungenügend

  • VCÖ-Umfrage: Nur 12% halten Schulweg für sicher
  • Besonders schlechte Noten kommen von Frauen

Für Tausende österreichische Kinder hat die Schule wieder begonnen. Den Weg dorthin hält jeder zweite Österreicher für gefährlich: Im aktuellen Verkehrsradar des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) gaben 53 Prozent der 500 Befragten an, dass sie die Verkehrssicherheit auf Schulwegen für nicht genügend halten.

Dagegen schätzen nur zwölf Prozent die Sicherheit auf dem Weg zur Schule als sehr hoch ein, 31 Prozent als hoch. Kritik kommt vor allem von den Frauen: 62 Prozent gaben die Note "ungenügend". "Da noch immer überwiegend Mütter ihr Kind zur Schule bringen, ist diese schlechte Beurteilung für die politisch Verantwortlichen besonders bedenklich", sagte VCÖ-Experte Wolfgang Rauh.

Schlechte Noten durch Statistik untermauert
Die schlechten Noten werden durch die Statistik untermauert: Im Vorjahr verunglückten in Österreich 470 Kinder bei Verkehrsunfällen auf dem Weg in die Schule, fünf davon tödlich.

Mehr Verkehrskontrollen & Tempolimits
Um die Sicherheit zu steigern, wünschen sich 37 Prozent der Befragten mehr Verkehrskontrollen, 28 Prozent treten für besser abgesicherte Schulwege ein und 23 Prozent sind für niedrigere Tempolimits in der Schulumgebung. "Viele Eltern klagen über das zu hohe Tempo des Autoverkehrs am Schulweg ihres Kindes. Mit mehr Verkehrskontrollen und verkehrsberuhigten Zonen ist dieses Problem in den Griff zu bekommen", glaubt Rauh.
(apa/red)


25.8.2005 10:18