Die Ferien neigen sich dem Ende zu: Mit Taferlklasslern jetzt den Schulweg üben
- ÖAMTC-Verkehrspsychologin gibt Tipps für den Weg
- Wichtig: Gemeinsam mit Kindern Route festlegen
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Die Ferien neigen sich dem Ende zu. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um mit den Tafelklasslern den Schulweg zu üben. "In die Knie gehen und sich in Augenhöhe der Kleinen begeben, lautet die Devise für die Eltern. Nur so kann man die Sichtweise der Kleinen auch verstehen", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa.
Ihre Tipps, um Sicherheit am Schulweg zu üben:
* Schon das frühe Aufstehen muss trainiert werden, denn die Kleinen sollen schrittweise an den neuen Tagesrhythmus gewöhnt werden.
* Gemeinsam mit den Kindern wird die sicherste Route zur Schule verbindlich festgelegt. "Das muss nicht immer der kürzeste Weg sein. Kinder sollen die Straße so wenig wie möglich überqueren müssen. Lieber Straßenüberquerungen bei Ampeln, Schutzwegen, Unter- oder Überführungen wählen. "Wenn dadurch das Überqueren sicherer wird, sollte man unbedingt einen kleinen Umweg in Kauf nehmen", so Donosa.
* Beim Abgehen des Schulweges erklären Mama und Papa in kindgerechten Worten, wo und wie das Kind gehen soll und worauf es achten muss - sei es bei Ampeln (hier gilt besondere Vorsicht bei abbiegenden Autos), am Zebrastreifen oder bei Garagen- und Toreinfahrten.
* Wichtig ist, dass sich die Erwachsenen dem Tempo des Kindes anpassen und auch mal von ihm führen lassen. So finden sie heraus, wie lange der Sprössling für den Weg braucht.
* Der Schulweg ist nicht an einem Tag gelernt: Je länger und schwieriger der Schulweg, umso mehr Wiederholungen sind notwendig. Besser kurz, aber oft üben. Beim Üben des Schulweges soll das Verkehrsaufkommen übrigens so sein, wie es das Kind "im Echtbetrieb" dann erlebt. Also z.B. nicht nur am Sonntag üben.
* Kinder lernen durch Beobachtung. Am besten ist, die Eltern machen die richtigen Verhaltensweisen vor und kommentieren die einzelnen Schritte laut: "Die Ampel steht auf 'Grün' trotzdem müssen wir zuerst stehen bleiben, weil wir auf die abbiegenden Autos oder Radfahrer achten müssen. Dabei ist es wichtig, dass du immer genau in beide Richtungen schaust."
* Dann übernimmt der Nachwuchs die Führung und erklärt Mama und Papa, worauf es auf dem Schulweg achten muss: das Kind macht auf Gefahrenquellen aufmerksam und erläutert, wie es sich gerade dort richtig verhält. "Dabei finden Eltern heraus, wo das Kind noch Probleme hat und Fehler können ausgebessert werden. Als Vorbilder müssen die Großen selbstverständlich bei der roten Fußgänger-Ampel stehen bleiben und dürfen sich nicht zwischen parkenden Autos durchschlängeln", meint die ÖAMTC-Expertin.
* Besonders wichtig: Für richtige Verhaltensweisen den Kleinen viel Lob und Anerkennung geben.
* Bevor Kinder alleine gehen, vergewissern sich die Eltern noch, ob der Schulweg alleine bewältigt wird. Sie beobachten den Sprössling aus der Entfernung, vor allem auch, wenn er mit anderen Kindern unterwegs ist.
Kinder nicht überängstlich machen
"Kinder sollen lernen, Gefahren zu erkennen, aber dabei nicht überängstlich und damit unsicher werden. Man darf ihnen weder Angst machen, noch überfordern", appelliert Donosa.
Tipps für Schulbuskinder
Auch Schulbuskinder sollen das richtige Verhalten an der Haltestelle beim Ein- und Aussteigen lernen: In der Bushaltestelle ist das Herumlaufen, Raufen und Schubsen nicht erlaubt. Wenn der Bus in die Haltestelle einfährt, genügend Abstand zum Randstein halten und beim Einsteigen nicht drängeln. "Beim Aussteigen müssen Buben und Mädchen unbedingt warten, bis der Schulbus weg ist und dürfen erst dann die Straße queren, wenn sie freie Sicht haben und kein Fahrzeug kommt", sagt Donosa.
Auto: Vorsicht beim Ein- und Aussteigen
Wer sein Kind mit dem Auto in die Schule bringt oder abholt, sollte beim Ein- und Aussteigen besonders aufpassen. Kinder immer zur Gehsteigseite hin aussteigen lassen. Dazu gehört auch überprüft, ob der Kindersitz auf der richtigen Seite angebracht ist. Beim Abholen nie auf der gegenüberliegenden Seite warten. Die Kinder stürmen nach dem Unterricht aus der Schule und rennen dann oft ohne auf den Verkehr zu achten über die Straße. "Und bitte nicht vergessen, die Kinder immer, auch auf kurzen Wegen, ordnungsgemäß zu sichern", appelliert die ÖAMTC-Expertin. Auch wenn Eltern Fahrgemeinschaften bilden und ihre Kinder abwechselnd zur Schule bringen, muss jedes Kind einen geeigneten Kindersitz haben.
(apa/red)
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