NEWS deckt auf: Justizskandal um Flucht
von Ex-World-Vision-Chefin Krones-Taurer
- Flucht durch behördliche Pannen-Serie leicht gemacht
- Schuldzuweisungen zwischen Gericht und Ministerium
·Haftbefehl gegen Ex-World-Vision-Chefin!
Taurer-Krones soll für drei Jahre hinter Gitter!
Das Nachrichtenmagazin NEWS deckt in seiner am aktuellen Ausgabe die Hintergründe der spektakulären Flucht der Ex-World-Vision-Chefin Martina Krones-Taurer auf, die sich derzeit im Ausland aufhält. Die politisch einflussreiche Ex-VP-Ministersekretärin war am 29. September 2004 zu einer dreijährigen unbedingten Haftstrafe verurteilt worden. Am 13. Oktober 2004 wurde dieses Urteil rechtskräftig.
Am 29. November 2004 wurde vom zuständigen Richter der Haftantritt "binnen einem Monat" verfügt. Trotzdem konnte Krones-Taurer am 21. Februar 2005 - der eine Monat war längst verstrichen - Haftaufschub beantragen. Drei Tage später wurde dieser abgelehnt.
Danach geschah aber nichts. Von der Justiz wurde Krones-Taurer kein neuer Strafantrittsbescheid zugestellt, sie konnte sogar unbehelligt als Finanzberaterin tätig werden.
Erst nachdem die Ex-Spendensammlerin am 2. Juni 2005 von NEWS-Reportern im Cafe-Schwarzenberg gesichtet wurde und NEWS veröffentlichte, dass sie ihre Haftstrafe bisher nicht antreten musste, wurde am 3. Juni 2005 ein neuer Strafantrittsbescheid an Krones-Taurer ausgestellt.
"Die Martina ist im Ausland"
Als sie diesem nicht nachkam, verstrichen wieder mehr als sechs Wochen. Erst am 8. August 2005, der Tag, an dem sie von Nachbarn zuletzt gesehen wurde, erhielt die Exekutive einen Haftbefehl gegen Krones-Taurer. Diese hat den Zeitvorsprung offenbar genutzt und sich ins Ausland abgesetzt, wie eine ihrer engsten Vertrauten, die mit ihr noch in Kontakt steht, im NEWS-Gespräch bestätigt: "Die Martina ist im Ausland."
Im Justizministerium verweist man auf die Verantwortung des Landesgerichtes für Strafsachen Wien. Dort schiebt man die Schuld für die heikle Causa zurück ins Ministerium. Der "personelle Engpass im nichtrichterlichen Bereich", sei schuld. Ausgelöst sei dieser "durch die drastischen Sparmaßnahmen des Ministeriums" geworden. Verfügungen von Richtern würden deshalb "oft Wochen bis zur Ausfertigung" benötigen, wodurch sich Verzögerungen ergäben.
Noch mehr Infos finden Sie in der aktuellen Ausgabe von NEWS!
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