Nach Bank BGL-Absage: Kovats verlegt auch ATB/Spielberg-Projekt in Slowakei
- Investitionen bis 80 Millionen Euro sind geplant
- 400 neue Arbeitsplätze in der Mittelslowakei
Der österreichische Investor Mirko Kovats bläst nicht nur seinen anstrebten Kauf der Bank Burgenland ab, sondern verlegt auch sein angedachtes Projekt, die ATB Austria Antriebstechnik im steirischen Spielberg um 50 Mio. Euro auszubauen, in die Slowakei. "In Summe werde ich 70 bis 80 Mio. Euro in den nächsten vier Jahren in der Slowakei investieren", sagte Kovats am Mittwochabend zur APA. In Summe sollen dort 400 Arbeitsplätze entstehen.
Er habe heute einen Vorvertrag für ein 10 ha großes Grundstück in der Mittelslowakei bei Zilina/Banska Bystrica unterschrieben. Dort, unweit des slowakischen Automobil-Clusters, sei die Logistik perfekt, außerdem sei die Körperschaftssteuer mit 19 Prozent deutlich geringer als die österreichischen 25 Prozent. "Ich hätte das sonst in Österreich gemacht, weil ich ein Industriepatriot bin", erklärte Kovats.
Er habe "nichts gegen den Rechnungshof", beteuerte Kovats. Aber er müsse kurzfristig über Großprojekte entscheiden. Was im Burgenland im Vorfeld des geplanten Kaufs der Bank Burgenland politisch abgelaufen sei, sei ihm "zu viel gewesen".
(apa)
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