Paschinger Deja-vu in St. Petersburg:
"Zenit spielerisch die bessere Mannschaft"
- Aus in UEFA-Cup-Quali aufgrund Auswärtstorregel
- Kein Geschenk für Geburtstagskind Zellhofer
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1:1 bei St. Petersburg zu wenig für einen Aufstieg
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Als einziger der vier österreichischen Fußball-Europacup-Starter hat sich der FC Superfund Pasching aus dem internationalen Geschäft verabschiedet. Die Oberösterreicher erlebten dabei ein klassisches Deja-vu: Wie 2004 war schon in der 2. und letzten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation Endstation, wie 2004 hieß der Gegner Zenit St. Petersburg und wie 2004 kam bei einem Gesamtscore von 3:3 auf Grund der Auswärtstorregel das Out.
Einziger Unterschied: Vor einem Jahr fand das Spiel am 26. August statt, diesmal kam das bittere Out am 25. August. Trotz der neuerlich achtbaren Leistung gegen den russischen Spitzenverein (2:2 zu Hause, 1:1 auswärts) war die Stimmung beim Heimflug aus Russland dementsprechend gedämpft - ganz im Gegensatz zu jenem "Partyflug", den zwei Tage zuvor die Rapidler nach ihrem Triumph in Moskau veranstalten durften.
Angestoßen wurde trotzdem. Nämlich auf den 45. Geburtstag von Pasching-Trainer Georg Zellhofer, der nach dem späten Ausgleichtreffer von Gilewicz (88.) noch kurz auf die Sensation hoffen durfte, aber nach Schlusspfiff fair meinte: "Man muss ganz klar zugeben, dass Zenit spielerisch die bessere Mannschaft war."
Joker Gilewicz haderte ein wenig mit dem Schicksal: "Unser Plan - Gilewicz schießt in der 88. Minute das 0:1 - wäre beinahe perfekt aufgegangen." Dazwischen kam den Paschingern jedoch das frühe Elfertor der Russen durch Spiwak (12.).
Den Russen, die klar dominierten, aber wie Lok Moskau gegen Rapid durch das späte Tore völlig geschockt waren, atmeten tief durch. "Ende gut, alles gut", meinte Kapitän Radimow. "Superfund wurde von den Petersburgern wie von einer Lawine überrollt", schrieb der "Sport-Express". "Mit welchen Gedanken im Kopf Pasching aufs Feld ging, war nicht nachvollziehbar. Die Österreicher waren ganz einfach nicht sichtbar", kritisierte "Sowjetskij Sport" die Gäste.
Kopfschütteln gab es für "Acht Minuten Nervenkitzel", wie "Sowjetzkij Sport" titelte. "Zenit bestimmte das Geschehen mit gigantischer spielerischer Überlegenheit, wäre aber trotzdem fast aus dem Turnier geflogen." Und der "Sport-Express" meinte: Es wäre unverständlich gewessen, wenn auch Zenit von einer österreichischen Mannschaft aus Europa geschmissen worden wäre. Gott sei Dank ging dieser Kelch am russischen Fußball vorbei."
(apa)
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