Freitag, 26. August 2005

Schwerer Brocken für GAK! Grazer treffen
im UEFA-Cup auf Straßburg, Austria-Viking

  • Bei Aufstieg winkt Teilnahme an Gruppenphase
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Cupsieger Austria Wien trifft in der ersten Runde des Fußball-UEFA-Cups auf Viking Stavanger aus Norwegen, Vizemeister GAK muss gegen Racing Straßburg aus Frankreich antreten. Die Spiele der ersten Hauptrunde finden am 15. und 29. September statt, die Gruppenphase mit jeweils vier Partien startet dann am 20. Oktober. Beide ÖFB-Teams waren am Freitag bei der Auslosung in Monte Carlo gesetzt.

Der GAK hat ein hartes Los erwischt, der ÖFB-Vizemeister muss gegen den aktuellen Tabellen-17. Frankreichs antreten. Bei den Straßburgern spielte von Sommer 1999 bis Jänner 2001 ÖFB-Teamstürmer Mario Haas. Die Austria ist hingegen gegen den derzeitigen Vierten der norwegischen Meisterschaft Favorit.


Über "Rettungsanker" in den UEFA-Cup
Racing Straßburg hat sich über einen "Rettungsanker" für den UEFA-Cup qualifiziert. Der Klub der in der vergangenen französischen "Ligue 1" Platz elf belegt hatte, sprang Ende April durch einen 2:1-Erfolg im Ligacup-Finale gegen Caen im letzten Moment auf den Europacup-Zug.

"Straßburg ist ein harter Brocken, man kennt den Klub in ganz Europa", freute sich GAK-Coach Walter Schachner zumindest über den prominenten Namen und das wohl gut gefüllte Schwarzenegger-Stadion beim Hinspiel am 15. September. Die Straßburger, die 2002 den Wiederaufstieg in die heimische Eliteliga schafften, waren bisher nur ein einziges Mal Meister (1979), feierten aber in den nationalen Cup-Bewerben (Cup und Liga-Cup) insgesamt fünf Titel.

Obwohl Haas beim GAK-Gegner engagiert war, ist der ÖFB-Teamstürmer nicht GAK-Informant Nummer eins. "Seitdem hat sich zu viel getan, da ist alles neu. Neue Spieler, neues System, neue Taktik. Man muss sich immer auf den neuesten Stand bringen", weiß Coach Schachner.

In den bisherigen vier Runden hat Straßburg noch keinen Sieg eingefahren, nach zwei Remis und zwei Niederlagen liegt man derzeit auf Platz 17 (Torverhältnis nach 360 Minuten: 1:3!). Vor allem die Offensive ist noch nicht in Schwung. Lediglich beim 1:2 gegen Monaco hat man durch Mittelfeldspieler Ulrich Le Pen per Freistoß ins gegnerische Tor getroffen.

Austria zum dritten Mal gegen Norweger
Zum dritten Mal nach 1978/79 (Lilleström SK 4:1,0:0) und 1993/94 (Rosenborg Trondheim 1:3,4:1) hat das Los die Austria mit einem norwegischen Vertreter zusammengeführt. Handelte es sich in der Vergangenheit jeweils um den Meistercup, so kommt es diesmal mit Viking Stavanger in der ersten UEFA-Cup-Hauptrunde zum Duell.

Austria Manager Markus Kraetschmer hätte die Zeremonie im Grimali-Forum fast verpasst. Ein technisches Gebrechen einer Maschine auf dem Flughafen in Zürich hatte seine Ankunft im Saal um rund eine Stunde verzögert. "Wir sind angekommen, als gerade unser Gegner aus dem Topf gezogen wurde", erzählte der Wiener. Doch schon im nächsten Augenblick war der 33-Jährige genau im Bild.

Über seinen Viking-Kollegen Erik Forgaard erfuhr Kraetschmer dann aber gleich erste Eckdaten über die Stavanger. So zum Beispiel, dass der Gegner über ein neues, 15.000 Zuschauern Platz bietendes Stadion verfügt, oder die vergangene nationale Liga mit 15 Punkten Rückstand nur auf dem neunten Tabellenplatz beendet hat und als Fünfter der Fairplay-Wertung in den UEFA-Cup rutschte, weil sich die vier Klubs davor fürs internationale Geschäft qualifiziert hatten.

Roy Hodgson Trainer von Stavanger
Der achtfache Meister (zuletzt 1991) und fünfmalige Cupsieger (2001) nahm die erste zwei Quali-Hürden souverän, feierte zuerst gegen FC Portadown aus Nordirland und dann gegen FC Rhyl aus Wales insgesamt vier Siege. Trainer der Rot-Gelben aus dem Südwesten Norwegens, die nach 18 Runden Vierter der aktuellen Tabelle sind, ist ein auch in Österreich nicht ganz Unbekannter. Der Engländer Roy Hodgson war vor einigen Jahren als ÖFB-Teamchef ein Thema gewesen.

Ein erste Live-Bild über die "Wikinger" wollen sich die Austrianer vor der Länderspiel-Pause noch am kommenden Wochenende machen. Über den Legionär Sigi Rushfeldt, aber auch über die Ex-Violetten Thorstein Helstad werden weitere nähere Infos eingeholt. "Wir dürfen mit Viking nicht unzufrieden sein, das ist eine machbare Aufgabe", meinte der violette Sportchef Peter Stöger in seiner ersten Reaktion. Willem Tilburg oder FC Zürich, die ebenfalls im Lostopf neben FK Teplitz und Apoel Nikosia gelegen sind, wären sicherlich unangenehmer gewesen.

(apa)

26.8.2005 10:22