DAS WUNDER VON MOSKAU: Rapid schafft
den Aufstieg in die Champions League!
- Goldtor von Valachovic: 1:0-Sieg gegen Lok Moskau
- 1.000 Fans empfangen die Helden in Wien-Schwechat
·BILDER vom Rapid- Triumph gegen Lok
PLUS: Kicker begeistert am Flughafen gefeiert!
·JETZT MITREDEN: FUSSBALL-FORUM
Gleich einsteigen und
mit anderen diskutieren
·Auf Rapid warten in der CL harte Brocken
Bei der Auslosung nur in den vierten Topf gereiht
·Edlinger: 'Werden mit
Geld nicht rumwerfen'
Einnahmen aus Startgeld,
Zuschauer, TV & Prämien
·Champions League: Alle Ergebnisse 05/06
KLICKEN: Der Weg der Mannschaften ins Finale
·Die Gegner im EC der rot-weiß-roten Klubs!
KLICKEN: Von Moskau bis nach Moldawien!
·Alle Sieger des
Cups der Meister!
Von Real Madrid über
Liverpool bis Barcelona
·Welcher ÖFB-Klub kommt am weitesten?
Europacup mit Rapid, GAK und der Austria
ÖFB-Rekordmeister Rapid Wien hat zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Hauptrunde der Champions-League erreicht. Die Grün-Weißen warfen am Dienstag in der dritten und letzten Runde der Qualifikation sensationell den russischen Champion Lok Moskau aus dem Bewerb, nach dem 1:1 im Hinspiel setzten sich die Rapidler in der russischen Hauptstadt 1:0 (0:0) durch.
Knapp 1.000 Fans haben den frisch gebackenen Champions-League-Teilnehmer in der Nacht nach der Rückkehr vom 1:0-Auswärtssieg gegen Lok Moskau am Flughafen Wien-Schwechat euphorisch gefeiert. Jubelgesänge ertönten vor allem für den Goldtorschützen Jozef Valachovic und den Trainer Josef Hickersberger, der von den Fans auf den Schultern durch die Halle getragen wurde.
Rapid vertreibt den "Lok-Moskau-Fluch"
Lok dominierte das Geschehen zunächst klar, doch mit einem starken Finish rissen die Grün-Weißen das Ruder noch herum. Goldes Wert für die in den Schlussminuten groß auftrumpfende Truppe von Josef Hickersberger war Verteidiger Valachovic. Der Slowake, der bereits im Hinspiel per Elfmeter getroffen hatte, sorgte in der 84. Minute per Kopf für die umjubelte Entscheidung. Damit ist Österreich erstmals seit der Saison 2000/2001 (Sturm Graz) in der finanziell so lukrativen Gruppenphase vertreten, Rapid war dies zum bis Dienstag ersten und letzten Mal in der Saison 1996/1997 gelungen.
Rapid besiegte damit auch den rot-weiß-roten "Lok-Moskau-Fluch". Denn die Lokomotive hatte in der Champions-League-Quali 2001/2002 FC Tirol und ein Jahr später auch den GAK zum Entgleisen gebracht. Zugleich bleibt Rapids Weste in den EC-Duellen mit Russland blütenweiß, im sechsten Duell stieg man zum sechsten Mal auf. Die eindrucksvolle Auswärtsbilanz dabei: drei Siege, drei Unentschieden.
Russisches Team für überhebliches Spiel bestraft
Im Lokomotiv-Stadion - das neue Schmuckkästchen gilt als schönste Fußball-Arena Russlands - ist Lok eine Macht, im Europacup gab es zuletzt im März 2003 (0:1 gegen Real Madrid!) eine Heimpleite. Dementsprechend selbstbewusst trat der zweifache russische Meister auch von Beginn an auf. Wie bereits in der bärenstarken ersten Hälfte in Hütteldorf präsentierte sich Lok als technisch bessere Mannschaft, die Hausherren hatten das Geschehen sicher im Griff und hielten die Rapid-Defensive auf Trab. Die Wiener Offensivbemühungen wurden spätestens 25 Meter vor dem Lok-Tor gestoppt, auch die weiten Bälle auf die Sturmspitzen Kincl und Akagündüz verpufften.
Also musste Rapid auf Standards hoffen, wie etwa in der 26. Minute: Nach weiter Ivanschitz-Freistoßflanke verfehlte der aufgerückte Valachovic im Fünfmeterraum den Kopfball nur um Millimeter. Riesenglück hatte aber auch Rapid nach einer Standardsituation, Gurenko zirkelte einen Freistoß zur Mitte und Chowlow setzte den Ball per Kopf völlig freistehend aus vier Metern neben das Tor (23.). Die Torschussstatistik der ersten 45 Minuten - 10:1 für Lok - sprach eine deutliche Sprache.
Glück und Referee lachten für Rapid
An der russischen Souveränität änderte sich zunächst auch nach Wiederbeginn nichts. Aber das Glück stand Rapid weiterhin zur Seite. Hofmann und Bejbl brachten im Rapid-Strafraum in Co-Produktion regelwidrig Samedow zu Fall, der spanische Referee Gonzalez, der Ende Mai das legendäre Champions-League-Endspiel in Istanbul (Liverpool triumphierte gegen AC Milan nach 0:3-Rückstand!) geleitet hatte, ließ jedoch weiterspielen (56.). Dass Lok eine eingespielte und spielstarke Klassemannschaft ist, zeigte sich auch vier Minuten später: Biljaletdinow und Ismailow narrten die gesamte Rapid-Defensive, Maminow kam frei zum Schuss, verfehlte jedoch knapp.
Nach einer Stunde setzte Rapid zum Schlusssprint Richtung Millionenliga an, der starke Ivanschitz und Hofmann hatten zu diesem Zeitpunkt die Seiten getauscht. Ivanschitz bediente mit herrlichem Pass Lawaree, doch der Joker stach nicht und schoss allein stehend am langen Eck vorbei (66.). Im darauf folgenden Angriff prüfte Ivanschitz den diesmal unsicher wirkenden Owtschinnikow (68.), in der 80. Minute probierte auch Hofmann sein Glück aus der zweiten Reihe.
Goldtor von Valachovic
Und die Taktik von Meistermacher Hickersberger - lange ohne Gegentor bleiben und dann zuschlagen - wurde schließlich tatsächlich noch Realität. Zunächst scheiterte nach schöner Kombination Hlinka (84.), der folgende Corner brachte dann die Entscheidung: Hofmann flankte von der rechten Seite herein, Valachovic war zur Stelle und verlängerte mit dem Hinterkopf ins Netz (84.).
Champions-League, Qualifikation, 3. und letzte Runde, Rückspiel:
Lokomotiv Moskau - SK Rapid Wien 0:1 (0:0)
Moskau, Lokomotiv-Stadion, 28.800, SR Manuel Enrique Mejuto Gonzalez/Spanien.
Tor: 0:1 (84.) Valachovic
Lok: Owtschinnikow - Paschinin, Asatiani, Sennikow - Gurenko (86. Ruopolo), Maminow, Jewsejew - Samedow (57. Ismailow), Chochlow, Biljaletdinow - Lebedenko
Rapid: Payer - Dober, Valachovic, Bejbl, Adamski - Hofmann, Korsos (74. Martinez), Hlinka, Ivanschitz - Kincl, Akagündüz (55. Lawaree)
Hinspiel in Wien: 1:1 - Rapid beim Gesamtscore von 2:1 weiter
Gelbe Karten: Maminow bzw. Bejbl
Die besten Spieler: Biljaletdinow, Gurenko, Jewsejew bzw. Ivanschitz, Bejbl, Valachovic, Dober
Rapid in der Champions-League-Gruppenphase (ab 13./14. September),
Lok in der 1. Hauptrunde des UEFA-Cups (15. und 29. September)
(apa/red)
Deutsche Liga
Premier League
Serie A
Primera Division