Uneinnehmbar: Die Rieder Festung hielt auch dem Ansturm von Meister Rapid stand
- Oberösterreicher seit 17 Heimspielen ungeschlagen
- 3:2 vs. Admira: Salzburgs "Problem liegt auswärts"
·Unentschieden: Rapid wankt bei 2:2 in Ried
Salzburg schlägt Admira, Mattersburg - Sturm 1:1
·Austria besiegt sich gegen Pasching selbst
1½ Eigentore bei 0:2-Pleite, GAK vs. Tirol 1:1
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Rapid-Meistermacher Josef Hickersberger hat am Samstag wieder einmal Recht behalten. "So einfach wie in Moskau wird es in Ried sicherlich nicht", hatte der Erfolgstrainer seine Mannschaft nach geschaffter Qualifikation für die Fußball-Champions-League (1:0 bei Lok Moskau) gewarnt. Tatsächlich durfte sich der Champion nach 0:2-Rückstand glücklich schätzen, beim 2:2 noch einen Punkt aus dem Innviertel mitgenommen zu haben. Red Bull Salzburg feierte dagegen mit einem 3:2 gegen Admira den dritten Heimsieg in vier Spielen.
"Im Endeffekt müssen wir zufrieden sein, weil sich auch Ried den Punkt verdient hatte", erklärte Rapids Nationalteam-Kapitän Andreas Ivanschitz, der mit zwei Cornern die Rapid-Tore durch Lawaree (56.) und Kincl (65.) eingeleitet hatte. Drei Zähler hatte Hickersberger nach eigenen Angaben in Ried nie eingeplant gehabt und ließ sich auch davon nicht beunruhigen, dass Rapid am Sonntag gegenüber Tabellenführer Austria weiter an Boden und Platz drei an den GAK verlieren könnte.
Heimmacht
Die Rieder verteidigten ihre imposante Heimserie, haben in den vergangenen 17 Partien zu Hause 14 Mal gewonnen und nur drei Mal (Rapid 2:2, Wacker Tirol 0:0, FC Kärnten 1:1/Red Zac Liga) remisiert. "Wir haben sie deshalb auch nicht unterschätzt", erklärte Rapid-Goalie Helge Payer. Zudem überraschte Ried-Trainer Heinz Hochhauser Hickersberger mit einer Personalrochade, die U21-Teamstürmer Sulimani neben Topscorer Kuljic (5. Saisontor/47.) beginnen sah. "Bei Lok habe ich wenigstens genau gewusst, wer der Schaffner ist", betonte der Rapid-Coach.
Beide Trainer machten ihrer Mannschaft keinen Vorwurf - mussten sie auch nicht, denn den 7.600 Zuschauern im erneut ausverkauften Fill Metallbau-Stadion wurde neben Volksfeststimmung ein schnelles Spitzenspiel auf hohem Niveau geboten. "Bis zum Traumtor von Seo (40./1:0) haben wir das Spiel kontrolliert", meinte Hickersberger.
Jung Won Seo - das ist jener Südkoreaner, den Red Bull Salzburg bei der Neuformierung seiner Mannschaft in der Sommerpause nicht berücksichtigt hatte. Stattdessen wurden größere Namen geholt, die vorerst vor allem auf dem heimischen Kunstrasen in Wals-Siezenheim zu überzeugen wissen.
Salzburgs Auswärtsproblem
Gegen Schlusslicht Admira gaben die "Roten Bullen" den Ton an, kletterten mit dem dritten Sieg im vierten Saisonheimspiel um einen Rang auf den siebenten Tabellenplatz. "Zu Hause ist es über die ganze Saison gut gelaufen. Unser Problem liegt auswärts", erkannte Red-Bull-Kapitän Markus Schopp.
Dort haben die Salzburger heuer erst einen Punkt (0:0 bei Sturm Graz) geholt. Zwar war das EM-Stadion in Salzburg mit 16.000 Besuchern erstmals in der Red-Bull-Ära nicht ausverkauft, einen frühen Foulelfmeter der Admira (Teamgoalie Manninger hatte bei seinem Comeback Saglik gefällt/4.) glich Schopp höchstpersönlich per Hinterkopf aus.
"Es war nur eine Frage der Zeit. Wir haben gezeigt, dass wir schönen Fußball spielen können", meinte Schopp, der erstmals seit seiner Rückkehr aus Brescia nach Österreich zu Höchstform auflief und mit 76 Ballkontakten in ungewohnter Rolle als offensiver rechter Außenverteidiger der auffälligste Spieler war. Trainer Kurt Jara erkannte den Unterschied zum 0:1 vergangene Woche in Pasching: "Letzte Woche sind wir im Dauerlauf, heute im Sprint gegangen."
Die Admira hält hingegen auch nach acht Runden weiter bei einem mageren Punkt. "Wir sind zu Unrecht Letzter. Nur Reden im Training nützt nichts, wir bekommen immer wieder dumme Tore. Wir spielen immer mit, aber im Fußball zählen nur die Resultate", erkannte Linksverteidiger Panis. Die müssen schleunigst kommen, sonst gerät Großeinkäufer Admira bald in Abstiegssorgen.
Diese plagen Mattersburg und Sturm Graz nach gutem Saisonstart nicht mehr. Nach einem gerechten 1:1 im Duell der beiden Mittelständler gerieten Mattersburg-Kapitän Dietmar Kühbauer und Sturm-Spieler Adam Ledwon aneinander. ÖFB-Teamspieler Kühbauer attackierte den Polen vor laufender TV-Kamera.
(apa/red)
