18. Gugl-Meeting in Linz: Die 100-Meter-Sprintsiege gehen an Sturrup und Thomas!
- Pumper läuft über 3.000 Meter zum siebenten Platz
- 15.500 Zuschauer: Erstmals seit 1988 ausverkauft!
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18. Gugl-Meeting
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Österreicher laufen der Konkurrenz hinterher
15.500 Zuschauer haben am Dienstagabend beim Leichtathletik-Meeting auf der Linzer Gugl bei kühlen Temperaturen, aber durchwegs trockenen Bedingungen hochklassige Leistungen und eine Jahresweltbestzeit geboten bekommen. Die russische 1.500-m-Weltmeisterin Tatjana Tomaschowa gewann die 1.000 m in 2:34,91 Minuten und unterbot die bisher 2005 von der Slowenin Jolanda Ceplak gehaltenen 2:36,33 Minuten.
Die 100-m-Sprintsiege gingen an Chandra Sturrup von den Bahamas und Dwight Thomas aus Jamaika. Sturrup setzte sich in 11,01 Sekunden vor den US-Amerikanerinnen Me'Lisa Barber (11,13) und Angela Daigle (11,28) - Staffel-Weltmeisterinnen von Helsinki 2005 - durch. Thomas gewann in der persönlichen Bestzeit von 10,00 Sekunden vor dem Briten Jason Gardener (10,09) und Aziz Zakari aus Ghana (10,10).
"Mit dem Sieg heute, da kann die Hand wehtun, so viel sie will", sagte die 34-jährige Sturrup, die WM-Vierte von Helsinki, die ihr rechtes Armgelenk nach einer Verletzung im WM-Staffelrennen verbunden hatte. Eine "gute Zeit" laufen wollte Thomas, dass es persönliche Bestzeit wurde, überraschte ihn selbst: "Das ist großartig, wow. Man will ja immer gut laufen, aber das habe ich nicht erwartet", meinte der 25-Jährige WM-Fünfte. Die 200 m gingen an Aaron Armstrong aus Trinidad mit 20,38 Sek. und Sydonie Mothersill (CAY) mit 23,05 Sek.
Der 27-jährige US-Amerikaner Terrence Trammell gewann den Hürdensprint in 13,24 Sekunden und gab sich nach der mit Platz fünf nicht wunschgemäß verlaufenen WM-Vorstellung wieder versöhnt: "Die letzten Rennen sind für mich nicht so gelaufen, ich wollte hier gewinnen. Das ist großartig." Der Kärntner Elmar Lichtenegger kam über Platz fünf und 13,70 Sekunden nicht hinaus: "Das war es für diese Saison. Ich war einfach leer, dabei hab ich mich beim Aufwärmen super gefühlt."
Bei den Frauen gelang der Jamaikanerin Brigitte Foster-Hylton die WM-Revanche, die Dritte von Helsinki setzte sich über 100 m Hürden in sehr guten 12,65 Sekunden vor Weltmeisterin Michelle Perry aus den USA (12,70) durch. "Ich liebe den Regen nun, es sind seit Helsinki immer diese Bedingungen. Und die Zeit war auch nicht so schlecht. Ich wollte meine Beständigkeit zeigen", sagte die 31-Jährige, obwohl es bei ihrem Lauf gar nicht geregnet hatte.
Tim Lobinger gewann den Hochsprung mit 5,80 m und feierte seinen vierten Sieg auf der Gugl. "Es ist schon versöhnlich, aber die WM ist futsch, jetzt muss ich wieder zwei Jahre warten", sagte der Deutsche. Im Weitsprung triumphierte Olympiasieger und Doppel-Weltmeister Dwight Phillips aus den USA mit 8,57 m, ihm genügte der erste Versuch, es war sein einzig gültiger. "Was soll ich sagen, ich war dann einfach zu schnell..."
Günther Weidlinger hat den angepeilten Rekord über 3.000 m zwar verpasst, für eine Verbesserung der ÖLV-Bestmarke über die 2 Meilen ging es sich aber aus. Der Oberösterreicher unterbot als Sechster in diesem selten gelaufenen Bewerb mit 8:21,88 Minuten die bisherige Bestmarke von Dietmar Millonig aus dem Jahr 1984 (8:23,47).
Über 3.000 m gewann die Russin Jelena Sadoraschnaja in 8:46,05 Minuten, die eigentlich bereits von der Bahn auf die Straße umgestiegene Susanne Pumper kam in 9:03,09 auf Platz sieben. Sie bereitet sich auf die Halbmarathon-Weltmeisterschaft am 1. Oktober in Edmonton vor. Der US-Amerikaner Christian Cantwell entschied das Kugelstoßen mit 21,06 m für sich, das 3.000-m-Hindernisrennen ging an den Kenianer Wesley Kiprotich in 8:18,37 Minuten. Der Oberösterreicher Martin Pröll war drei Runden vor Schluss gestürzt und kam als Zehnter und Vorletzter nach 8:44,86 Minuten ins Ziel.
Im Diskusbewerb feierte die Tschechin Vera Pospisilova-Cechlova, Bronzemedaillengewinnerin von Helsinki, mit 62,93 m einen Favoritensieg, den Speerwurf der Frauen holte sich die Tschechin Barbora Spotakova mit 59,84 Metern.
(apa)
