Wieder Terror in Israel: Mehr als 50 Verletzte bei Bombenanschlag auf Bus in Beersheva
- Sprengsatz von Selbstmordattentäter gezündet
- "Islamischer Jihad" bekennt sich zu Anschlag
·Weitere Anschläge
auf Israel verkündet
Spektakulärer Auftritt von Hamas-Führer Deif
·Gaza: Einreise weiter von Israel überwacht
PLUS: Arbeiterpartei will die Koalition auflösen
·Israelische Soldaten töten 5 Palästinenser
Anhänger des islamischen
Jihad & Al-Aksa-Brigaden
·Israel und Ägypten sichern Gaza-Grenze
Umstrittene Landent-eignung für Sperranlage
·Siedlungsaktivitäten im Westjordanland
160 israelische Orte mit 242.000 Einwohnern
·INFOS: Brennpunkt Gaza-Streifen
Israelische Siedlungen wurden 1967 errichtet
Beim ersten Selbstmordanschlag eines palästinensischen Extremisten in Israel nach der Räumung der israelischen Siedlungen im Gaza-Streifen sind am Sonntag in Beersheva mehr als 50 Menschen verletzt worden. Israel machte die "Passivität" der palästinensischen Führung mitverantwortlich für den Terrorakt, den der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas verurteilte. Die israelische Polizei nahm einen Araber fest, der verdächtigt wird, den Selbstmordattentäter zum Ort des Anschlags gefahren zu haben. Israelische Medien berichteten, die Polizei gehe davon aus, dass der Attentäter aus dem südlichen Westjordanland stammt.
Zu dem Selbstmordanschlag hat sich am Sonntagabend die Gruppe Islamischer Jihad bekannt. Ein Sprecher der militanten Palästinenserorganisation teilte mit, der Selbstmordattentäter sei aus dem Dorf Beit Umar im Westjordanland gekommen. Beit Umar liegt in der Nähe von Hebron, keine 50 Kilometer nördlich von Beersheva.
Der israelische Regierungssprecher Avi Pazner forderte von den Palästinensern in einer ersten Reaktion "strikte Maßnahmen" gegen die radikalen Gruppen, von denen der "Islamische Heilige Krieg" (Jihad Islami) zuvor damit gedroht hatte, die Tötung von fünf Palästinensern durch israelische Soldaten bei einem Zusammenstoß in Tulkarem im Westjordanland vor drei Tagen zu rächen.
Ministerpräsident Ariel Sharon ließ mitteilen, ohne geeignete Schritte zur Eindämmung der Gewalt durch Palästinenser werde es keinen weiteren Fortschritt zwischen den Konfliktparteien geben. Die palästinensische Regierung, die am Sonntag in dem Jerusalemer Vorort Abu Dis zu einer Dringlichkeitssitzung zusammentreten wollte, hat sich wegen des anhaltenden Ausbaus israelischer Siedlungen im Westjordanland an das so genannte Nahost-Quartett (USA, EU, UNO, Russland) gewandt. Sharon hatte angekündigt, dass er die Siedlungen im Westjordanland ungeachtet internationaler Kritik weiter vergrößern wolle. Der vom "Quartett" verfasste Friedensfahrplan (Roadmap) setzt aber den Stopp des Siedlungsbaus voraus.
Der militärische Untergrundführer der Palästinenser-Organisation Hamas, Mohammed Deif, hat die Fortsetzung des bewaffneten Kampfes gegen Israel angekündigt. Der israelische Rückzug aus dem Gaza-Streifen sei mit Waffengewalt erzwungen worden, sagte der Chef der "Ezzedin el-Kassam"-Brigaden, des bewaffneten Flügels der Hamas, in einem im Internet veröffentlichten Videomitschnitt. Deshalb werde die Hamas die Waffen nicht niederlegen. Diese würden noch gebraucht für die "Befreiung unseres besetzten Vaterlandes". "Heute habt ihr zwar die Hölle von Gaza in Schande verlassen, ihr fahrt aber mit der Besetzung Palästinas fort", sagte Deif in der Botschaft. Er forderte alle Palästinenser im Westjordanland und im arabischen Ostteil Jerusalems auf, den bewaffneten Kampf fortzusetzen.
Abbas hatte zuletzt eine Regierungsbeteiligung der Hamas nicht ausgeschlossen. "Wenn wir eine Demokratie errichten wollen, sollten wir sie mit allen Konsequenzen akzeptieren", betonte er in einem Interview mit der französischen Zeitung "Libération". Vertreter der israelischen Regierung hatten sich vehement gegen die Zulassung der Hamas zu den Wahlen ausgesprochen. Die Hamas, die Israels Existenzrecht bestreitet, hatte bei den Kommunalwahlen vom vergangenen Dezember und Jänner große Erfolge auf Kosten der Fatah von Abbas verbuchen können. (apa)
Deutsche Sklavin befreit13:07
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien12:22
Weitere TodesopferSchon wieder schwere Schäden und Tote nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
