Terroranschläge erschüttern Afrika und Asien: Im Irak Präsidenten-Auto beschossen
- Staatsoberhaupt nicht im Fahrzeug, 2 Leibwächter tot
- Anschlag auf Premier Inguschetiens, 2 in Ägypten tot
Im Norden Iraks sind am Donnerstag Autos des Präsidenten Jalal Talabani beschossen worden. Der Staatschef befand sich zum Zeitpunkt des Überfalls nicht in dem Konvoi, wie die Polizei mitteilte. Jedoch wurden zwei Leibwächter Talabanis getötet und sieben Menschen verletzt.
Der Ort des Angriffs lag in der Nähe von Tuz Khormato, 88 Kilometer südlich von Kirkuk.
36 Tote in Fluss gefunden
Die irakische Polizei hat am Donnerstag die Leichen von 36 Männern in einem Fluss südlich von Bagdad gefunden. Der Polizeichef der Provinz Wasit, Abdel Hanin Hamud, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Opfer seien bis auf ihre Unterwäsche nackt und und hätte jeweils ein Einschussloch im Kopf. Der Fundort liege zwischen den Orten Al-Dibuni und Al-Jafan. Ermittler hätten damit begonnen, die Leichen zu identifizieren.
Anschlag auf Ministerpräsident von Inguschetien
Bei einem Bombenanschlag in der südrussischen Teilrepublik Inguschetien ist der örtliche Regierungschef Ibragim Malsagow verletzt worden. Unbekannte Täter zündeten am Donnerstag in der an Tschetschenien angrenzenden Republik zwei Sprengsätze, als der Politiker in seinem Dienstwagen in der Stadt Nasran vorbeifuhr.
Bei dem Anschlag wurde ein Leibwächter Malsagows getötet, teilte ein Polizeisprecher nach Angaben der Agentur Interfax mit. Demnach wurden neben Malsagow zwei weitere Menschen verletzt.
Die beiden Bomben explodierten in einem Abstand von etwa zehn Metern vor dem Bahnhof von Nasran. Malsagow wurde mit Splitterverletzungen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht. Sein Gesundheitszustand sei zufriedenstellend, sagte ein Regierungssprecher. Die Detonation hat laut der Sicherheitskräfte das Auto des Politikers zerstört.
Inguschetien grenzt an die Teilrepublik Tschetschenien, wo Rebellen seit zehn Jahren für die Unabhängigkeit der Region kämpfen und wo es beinahe täglich zu Gefechten mit der russischen Armee kommt. Rebellen und Terror-Organisationen versuchen seit Jahren, den blutigen Tschetschenien-Konflikt auf den gesamten Nordkaukasus auszuweiten.
In der Teilrepublik Dagestan östlich von Tschetschenien wurden seit Jahresbeginn mehr als 70 Bombenanschläge verübt. Die Gewalt hat aber bereits wiederholt auch Inguschetien erreicht: Im Juni 2004 hatten tschetschenische Rebellen bei einem nächtlichen Überfall auf Nasran fast 100 Moskau-treue Polizisten, Beamte und Politiker getötet und die Stadt vorübergehend unter ihre Kontrolle gebracht.
Bei Explosion auf dem Sinai zwei ägyptische Polizisten getötet
Bei einer Bombenexplosion auf der Sinai-Halbinsel sind am Donnerstag zwei ägyptische Polizisten getötet worden. Zwei weitere Beamten wurden nach Angaben des ägyptischen Innenministeriums bei der Detonation während einer Durchsuchungsaktion in Jabal Halal im Norden des Sinai verletzt.
Die Razzia habe sich gegen "eine kriminelle Gruppe" gerichtet, die in die Terroranschläge von Sharm el-Sheikh verstrickt sei. Auf der Sinai-Halbinsel fahnden die Sicherheitskräfte seit Wochen nach den Verantwortlichen für die Bombenanschläge in dem Badeort, bei denen am 23. Juli 67 Menschen getötet wurden.
(apa)
Deutsche Sklavin befreit13:07
Wusste Mutter davon?19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien12:22
Weitere TodesopferSchon wieder schwere Schäden und Tote nach neuen Erdstößen in Norditalien
Anders Behring Breivik11:25
Arische Nasen-OP"Wir fanden es ein wenig dekadent", erzählt ein Jugendfreund des Attentäters
