12 Tote bei Massaker in Kolumbien: FARC-Rebellen töten ein Dutzend Landarbeiter
- Die Opfern sind eine Frau und elf Männer
Bei einem Massaker im Nordwesten Kolumbiens haben mutmaßlich linke FARC-Rebellen zwölf Landarbeiter umgebracht. Bei den elf Männern und einer Frau habe es sich nach ersten Erkenntnissen um Pflücker von Kokablättern für die Produktion von Kokain gehandelt, teilten die Behörden in der Provinz Antioquia am Mittwoch (Ortszeit) weiter mit.
Unterdessen gab Präsident Alvaro Uribe bekannt, in Brasilien sei der Pressesprecher der marxistischen Rebellengruppe "Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens" (FARC), Francisco Cadena Collazos alias "El Cura Camilo López", festgenommen worden. Collazos war während der 2002 gescheiterten mehrjährigen Friedensverhandlungen zwischen den FARC und dem damaligen Präsidenten Andrés Pastrana als Pressesprecher aufgetreten. Inzwischen soll er "Botschafter" der FARC in Brasilien, Argentinien und Chile gewesen sein.
"Glückwunsch, mein General, das ist eine gute Nachricht für das Land. Aber fangen sie alle, mein General; fahren sie die Ernte ein", wurde Uribe zitiert, als er vom nationalen Polizeichef Jorge Castro von der Festnahme unterrichtet wurde. Kolumbien werde in Kürze die Auslieferung von Collazos beantragen.
(apa)
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