Gegen Integration: Italiens Senatspräsident
warnt vor "Rassenmischung" in Europa
- Marcello Pera beklagt Wertekrise des Westens
- "Kreuzritter" reitet Attacken gegen den Islam
Der italienische Senatspräsident Marcello Pera sorgt mit einer scharfen Attacke gegen die multikulturelle Integration in Europa für Aufregung. In einer Rede bei der jährlichen Versammlung der katholischen Bewegung "Comunione e Liberazione" (CL/Gemeinschaft und Befreiung) in Rimini warnte Pera vor einer "Rassenmischung" in Europa und vor dem kulturellen Relativismus, "demnach alle Kulturen die selbe ethische Würde haben und keine besser als die andere ist".
Pera, der vor der Wertekrise im Westen warnte, sprach sich gegen eine "aggressive und unkontrollierte Immigration", auf die man nicht mit Toleranz reagieren dürfe, aus. "Man darf keine Pazifistenfahnen schwenken, wenn in Europa Massaker stattfinden. Wenn wir angegriffen werden, haben wir das Recht, uns mit den Waffen zu verteidigen", betonte Pera.
Seine Worte lösten hitzige Reaktionen in Italien aus. Vertreter der oppositionellen Mitte-Links-Allianz bezeichneten Pera als "Kreuzritter gegen den Islam". Der Sprecher der Grünen, Alfonso Pecoraro Scanio, verglich den Senatspräsidenten mit der Starjournalistin Oriana Fallaci, die mit ihren umstrittenen Büchern scharfe Kampagnen gegen den Islam führt.
Pera hatte bereits in den vergangenen Wochen wegen seiner Anti-Islam-Aussagen für einen Eklat gesorgt. "Das vom Terrorismus verursachte Morden, das sich aus religiösem Fanatismus speist, hat sich von Großbritannien nach Ägypten ausgebreitet. Das bedeutet, dass dem Westen und auch jenen Ländern wie Ägypten, die mit dem Westen normale Beziehungen unterhalten und zusammenarbeiten wollen, ein Krieg erklärt worden ist. Ich denke, dass dieser Krieg von langer Dauer und schwierig werden wird, aber wir werden sicher siegen", hatte Pera kürzlich betont. (apa/red)
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