Michael Schmid: Comeback des Architekten und Ex-Infrastrukturministers für das BZÖ
- Rückkehr als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl
- Riess-Passer brachte Schmid vors FP-Parteigericht
Für das BZÖ steigt Michael Schmid (60) wieder in den Ring. Der studierte Architekt aus der Weststeiermark übernahm 1989 als Quereinsteiger die steirische FPÖ, die damals von Bundesobmann Jörg Haider als "Sorgenkind" bezeichnet wurde. 1990 war er Nationalratsabgeordneter, ehe er 1991 Mitglied der steirischen Landesregierung wurde, u.a. mit den Ressorts Wohnbau und technischer Umweltschutz.
1999 wurde Schmid Infrastrukturminister, nach nur neun Monaten trat er zurück: "Meine Batterie ist leer." Mit ein auslösendes Element sei die Art und Weise gewesen, wie die steirische FPÖ-Spitzenkandidatin Theresia Zierler nach Verlusten bei der Landtagswahl 2000 von der Partei als Landesrätin verhindert wurde. An ihrer Stelle kam Magda Bleckmann. Als Landesobmann folgte ihm Leopold Schöggl.
Nach einem Nachspiel vor dem Parteigericht - Obfrau Susanne Riess-Passer hatte ihn wegen seiner Ministerpension dorthin gebracht - und seinem freiwilligen Parteiaustritt im Jänner 2001 zog sich der Weststeirer weitgehend ins Privatleben zurück. 2003 trat er wieder als Haider-Berater in Erscheinung. (apa/red)
