Ingrid Lechner-Sonnek: Grüne Klubchefin will die Tradition der Zugewinne fortsetzen
- Grünen-Boss ist "Alternative" der ersten Stunde
- Über den Gemeinderat Gleisdorf in den Landtag
Die Landessprecherin der steirischen Grünen, Ingrid Lechner-Sonnek (52), ist eine "Alternative" der ersten Stunde in der Steiermark - nicht nur, weil sie sich als Bewohnerin der "Solarstadt" Gleisdorf früher als andere mit Formen der sparsamen und nachhaltigen Energienutzung und Gewinnung beschäftigt hat. Lechner-Sonnek will den bisherigen Grünen Trend im Land weiterführen - kontinuierliches Gewinnen an Stimmen, damit man an Grünen Inhalten im Landtag nicht mehr vorbei kann - wie z.B. im Kampf gegen den Feinstaub.
Die Klubchefin der Dreier-Fraktion im Landtag trat 1985 der Grün-Alternativen Bürgerliste Gleisdorf bei, von 1990 bis 2001 war sie Gemeinderätin, von 1995 bis 2000 - ihrem Einzug in den Landtag - Finanzstadträtin. Seit 1998 ist sie Landessprecherin, im November 2000 übernahm sie nach dem Mandatsgewinn der Grünen die Funktion der Klubchefin von Edith Zitz. Politisch "sozialisiert wurde Lechner-Sonnek nach eigenen Angaben in ihrer Familie: "Es ist eine gute Vorbereitung auf Gemeindestube und Landtag, wenn schon in der Familie politisch diskutiert wird", so die verheiratete Oststeirerin, Mutter zweier Kinder.
Grundsätzliche Industriefeindlichkeit, wie sie den Grünen oft unterstellt wird, kann man Lechner-Sonnek nicht vorwerfen: In der oststeirischen Elin-Stadt Weiz im Jahr 1953 geboren, weiß sie um die Bedeutung der Produktion im großen Stil als Arbeitgeber und sucht auch intensiv den Dialog. Als Bahnpendlerin nach Graz kennt sie die Probleme des Nahverkehrs, woraus auch ihr Einsatz zur Verbesserung der Luftqualität und gegen den Feinstaub resultiert. Glasklare Verhältnisse will die Grüne Chefin nicht nur in der Luft, sondern auch in Sachen Bedarfszuweisungen und Budget. Den Bezug zu ihrer Heimat verliert sie in der politischen Arbeit nicht: Für einen Spezialität ihrer Geburtsregion, den Schafskäse "Brimsen", macht sie heftig Reklame und stellt sich dafür bei Marktfesten auch "hinter die Budel". (apa/red)
