Donnerstag, 25. August 2005

Lepold Schöggl: Steirischer Obmann
der FPÖ muss eine harte Wahl bestehen

  • Ausgebildeter Montanist übernahm 2000 die Partei
  • Schöggl muss die Abspaltung der BZÖ verarbeiten

Der Obmann der steirischen Freiheitlichen, Leopold Schöggl (54), der seine Partei als LHStv. und Ressortchef für Infrastruktur, Forschung, Energie und Brauchtum in die Landtagswahl am 2. Oktober führen wird, hatte zuletzt schwere Zeiten zu überstehen. Nach der Abspaltung des BZÖ im März musste er eine geschwächte Landesgruppe motivieren, alles für das Halten des Landesratspostens zu geben. Schöggl ist Absolvent der Montanuni Leoben, war Nationalabgeordneter und ist seit November 2000 Landesparteiobmann und Landeshauptmannstellvertreter.

Schöggl wurde am 14. November 1951 geboren, er ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Söhne. Er absolvierte sein Studium zum Diplom-Ingenieur an der Montanuniversität Leoben. Danach war er als Sachbearbeiter am österreichischen Gießerei-Institut Leoben tätig, dann als Betriebsassistent bei der VOEST-Alpine, Werksleiter bei der Firma TEGA und zuletzt Kesselprüfer und Auditor beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) Österreich.

1990 wurde er zum Mitglied des Gemeinderates der Stadt Kindberg sowie zum Mitglied der Bezirksparteileitung der FPÖ Mürzzuschlag gewählt. Von 1996 bis 2000 war Schöggl im Nationalrat, im Jahr 1998 führte er eine Kampagne seiner "Plattform evangelischer Christen" gegen die damalige Präsidentschaftskandidatin und evangelische Superintendentin Gertraud Knoll. Schöggl galt lange Zeit als Anhänger Jörg Haiders, in den vergangene fünf Jahren kam es aber immer mehr zu Differenzen.

Mitglied des Landesparteivorstandes der FPÖ Steiermark ist er seit 1994. Seit der steirischen Landtagswahl im Herbst 2000 - der ersten Wahl nach dem Einzug der Blauen in die Bundesregierung - ist er Landesparteiobmann und Landeshauptmannstellvertreter, als Nachfolger der damaligen glücklosen FPÖ-Spitzenkandidatin Theresia Zierler, die im März zum BZÖ wechselte und im Herbst aus der Politik ausscheidet. (apa/red)

25.8.2005 16:22