Donnerstag, 25. August 2005

Stichwort Steiermark: Zweitgrößtes Bundes- land mit der zweitgrößten Stadt Österreichs!

  • Alle Informationen über die schöne "Grüne Mark"

Die Steiermark ist nach Niederösterreich mit 16.392 km² flächenmäßig das zweitgrößte, nach der Bevölkerungszahl mit 1,183.246 Einwohnern das viertgrößte Bundesland. Wegen der ausgedehnten Waldgebiete spricht man auch von der "Grünen Mark", mit 57,1 Prozent besitzt die Steiermark die größte Waldfläche aller Bundesländer.

Im Süden teilt sich die Steiermark mit Slowenien eine 145 km lange Staatsgrenze. Die Landeshauptstadt Graz ist mit knapp 230.000 Einwohnern nach Wien die zweitgrößte Stadt. Wettermäßig lässt es sich übrigens hier sehr gut leben: 2.418 Sonnenstunden wurden im vergangenen Jahr gemessen, der Spitzenplatz im Österreich-Vergleich.

Wirtschaftlich hat das Bundesland nach einer schwierigen Phase während der Stahlkrise in den vergangenen Jahren stark aufgeholt. Mit einem Wachstum von Plus 3,8 Prozent lag die Steiermark 2004 an der Spitze vor Vorarlberg und Oberösterreich. Der Österreich-Schnitt lag bei 1,9 Prozent. Insbesondere die Autozulieferer ("Autocluster"), aber auch Elektronik, Holzverarbeitung, Biomedizin und Ökotechnik sind boomende Sparten.

Die Steiermark war 2002 aber auch das Bundesland mit der höchsten Forschungsquote. Mit 3,67 Prozent lag sie deutlich über dem österreichischen Schnitt von 2,12 Prozent. Zusätzlich zu den vier Grazer Hochschulen (Karl-Franzens-Universität, Technische Universität, Medizin-Universität und Universität für Musik und darstellende Kunst) und der Leobner Montan-Uni gibt es ein dichtes Angebot von Fachhochschul-Studiengängen.

In der Steiermark befindet sich allerdings auch die "ärmste" Gegend Österreichs. Der Grenzbezirk Feldbach verfügt mit 75 Prozent der nationalen Kaufkraft über das geringste Einkommen je Bewohner. Überhaupt finden sich mit Feldbach, Murau, Fürstenfeld und Hartberg vier der zehn ärmsten Bezirke Österreichs in der Steiermark, das auch insgesamt nur 93,6 Prozent der durchschnittlichen Kaufkraft Österreichs erreicht.

Die schlechte wirtschaftliche Situation der 80er-Jahre bescherte den obersteirischen Bezirken eine Abwanderung in größere Städte. Auch im vergangenen Jahr musste Mürzzuschlag einen Bevölkerungsrückgang von einem Prozent, Leoben von 0,7, Murau von 0,6 und Radkersburg um 0,5 Prozent hinnehmen. Vor allem junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren verlassen die Region in Richtung städtische Gebiete mit besserer Arbeitsplatzsituation. Insgesamt konnte die Steiermark im vergangenen Jahr einen Bevölkerungszuwachs von 0,5 Prozent verzeichnen, österreichweit gab es 2004 ein Plus von 0,8 Prozent. (apa)

25.8.2005 14:47