Klare Meinung: Die Österreicher lehnen Gentechnik in Lebensmitteln mehrheitlich ab
- Nur elf Prozent wollen solche Produkte kaufen
- Frauen wesentlich skeptischer beim Kauf als Männer
Nur elf Prozent der Österreicher können sich vorstellen, beim Einkauf im Supermarkt Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten ins Wagerl zu packen. Lediglich drei Prozent davon würden solche Erzeugnisse auf jeden Fall kaufen. Die große Mehrheit lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab. Das hat eine Studie des Focus Instituts ergeben, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Bei der österreichweiten Erhebung mit 500 Befragten im August erwiesen sich Frauen gegenüber Gentechnik als wesentlich skeptischer. Beim Altersvergleich zeigte sich, dass junge Österreicher bis 29 Jahren den modifizierten Lebensmitteln offener gegenüberstehen als ältere Generationen.
Befragte mit hohem Einkommen zeigten eine höhere Kaufbereitschaft als jene mit geringerem Bildungsgrad. Unter den Akademikern fand sich jedoch auch ein hoher Anteil an expliziten Nicht-Käufern. Nach Regionen zeigte sich für Wien ein vergleichsweise hoher Anteil Gentechnik-"freundlicher" Konsumenten.
So manchem würden gentechnisch veränderte Zutaten aber gar nicht auffallen: Etwa drei Viertel der Bevölkerung gaben an, beim Lebensmitteleinkauf zumindest manchmal auf die Zutatenliste der Produkte zu achten. 39 Prozent davon lesen diese Liste immer genau durch. Immerhin ein Viertel der Befragten aber interessieren diese Angaben gar nicht. Frauen achten stärker auf Inhaltsstoffe als Männer. Auch Ältere schenken den Zutaten höhere Aufmerksamkeit.
(apa)
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