Hochwasser-Katastrophe in Westösterreich:
Mindestens zwei Tote durch Überflutungen!
- Vorarlberg: 1 Toter in Kellerwohnung gefunden. Vermisster im Montafon: Auto stürzt in die Fluten.
Tirol: Viele Orte abgeschnitten. Lage entspannt sich. - Wien: Pegelstand der Donau steigt weiter bedrohlich.
Sondersitzung: Beratungen über Hilfsmaßnahmen.
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30 Millionen Euro sind im Katastrophenfonds
Die schweren Unwetter im Westen Österreichs haben mindestens zwei Todesopfer gefordert. Nachdem am Dienstag im Tiroler Ötztal ein Arbeiter ums Leben kam, wurde in der Nacht auf Mittwoch in einer Kellerwohnung in Reuthe (Bezirk Bregenz) ein 52-jähriger Mann tot aufgefunden. Der Mann wurde offensichtlich in der Nacht zuvor von Geröllmassen und Schlamm überrascht und tödlich verletzt, teilte die Sicherheitsdirektion Vorarlberg mit.
Vermisst wurde weiter ein 81 Jahre alter Mann aus Silbertal im Montafon, der vermutlich mit seinem Pkw in die Hochwasser führende Litz stürzte. Seit Feuerwehrmänner das im Wasser treibende Auto 300 Meter flussabwärts sahen, fehlte von dem Mann jede Spur. Auch für ihn muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden. In Vandans (Bezirk Bludenz) wurde ein 62-jähriger Feuerwehrmann bei einem Einsatz von einer Fichte getroffen und schwer verletzt. Er wurde ins LKH Feldkirch eingeliefert.
Noch immer sind Orte von der Außenwelt abgeschnitten
Unterdessen begann sich die Lage in den von schweren Unwettern betroffenen Gebieten in Vorarlberg und Tirol langsam zu entspannen. Der Regen, der gestern in beiden Bundesländern ein Chaos anrichtete, ließ nach. Einige Gemeinden sind aber immer nach wie vor von der Außenwelt abgeschnitten. Auch im Salzburger Oberpinzgau, vor allem in der Gemeinde Mittersill, entspannte sich die Situation.
Hochwasser-Alarm im Raum Wien
Vom Hochwasser betroffen ist mittlerweile auch Wien. Nachdem der Pegelstand der Donau bei Korneuburg in der Nacht auf Mittwoch die Höhe von 5,30 Metern überschritten hat, wurde das Einlaufbauwerk des auch als Neue Donau bezeichneten Entlastungsgerinnes überströmt. Für die Morgenstunden wurde ein Pegelstand von 5,90 Metern erwartet. Die Stadt Wien hat den Hochwasser-Dienst einberufen.
Sondersitzung zu Sofortmaßnahmen
Wegen der Hochwassersituation hat Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die zuständigen Fachminister für heute (14.30 Uhr) zu einer Sondersitzung in das Bundeskanzleramt einberufen. Dabei werden die aktuelle Lage und Sofortmaßnahmen beraten. Teilnehmer der Sondersitzung sind: Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzler Hubert Gorbach (B), sowie die Bundesminister Liese Prokop (V), Günther Platter (V), Josef Pröll (V), Karl Heinz Grasser (V) und Martin Bartenstein (V). (apa/red)
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