Schlechte Noten für Österreich: Heimische Unis im weltweiten Ranking abgeschlagen
- Harvard behauptet Spitzenplatz, Cambridge dahinter
- Österreichs Nummer 1: Uni Wien rangiert auf Platz 85
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Die österreichischen Universitäten liegen in dem von der Shanghai Jiao Tong University jährlich erstellten weltweiten Uni- Ranking weiter nur auf hinteren Plätzen. Die beste heimische Hochschule, die Universität Wien, rangiert in der Rangliste 2005 praktisch unverändert auf Platz 85. Angeführt wird die Liste wie im Vorjahr von der US-Uni Harvard vor Cambridge (GB) und Stanford (USA).
Für ihre Zusammenstellung hat die Shanghai Jiao Tong University primär forschungsorientierte Indikatoren wie die Anzahl der von der Uni hervorgebrachten und an der Uni lehrenden Nobelpreisträger, die Größe der Institution, die Anzahl der in wissenschaftlichen Publikationen häufig zitierten Forscher in verschiedenen Disziplinen sowie die Anzahl der in den Zeitschriften "Nature" und "Science" publizierten Artikel verwendet.
Das Ranking nach diesen Kriterien unterstreicht einmal mehr die Vormachtstellung der US-Unis, welche die Plätze eins bis 20 belegen - unterbrochen nur durch Cambridge, Oxford (Platz zehn) und Tokio (Platz 20). Die beste deutschsprachige Universität ist die Eidgenössisch Technische Hochschule (ETH) Zürich auf Platz 27, gefolgt von der Universität München (51) und der Technischen Universität (TU) München (52).
Österreichs Nummer 1 auf Platz 85
Aus Österreich sind nur sechs der 15 wissenschaftlichen Unis in der Top-500-Liste vertreten - allerdings weit abgeschlagen: Nach der Uni Wien auf Platz 85 findet sich die Uni Innsbruck in der Gruppe zwischen Rang 203 und 300 (ab Platz 203 nur noch 100er-Gruppen), die TU Wien und die Uni Graz rangieren zwischen 301 und 400, die Medizin- Unis Graz und Innsbruck zwischen 401 und 500.
Kritik an der Methodik des Uni-Rankings übt die Österreichische Qualitätssicherungsagentur (AQA). So werde dabei versucht, gesamte Universitäten - ungeachtet ihrer Größe und fachlichen Ausrichtung - miteinander zu vergleichen, so AQA-Geschäftsführer Alexander Kohler. Größter Schwachpunkt des Rankings sei die "willkürliche Gewichtung von Indikatoren", so Kohler, außerdem würden englischsprachige Unis bevorzugt. (apa)
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