Sonntag, 21. August 2005

ARBÖ überzeugt: Flächendeckende Maut für Pkws wird schon 2007 eingeführt werden

  • "Pläne der Regierung sind schon längst akkordiert"
  • Auch ÖAMTC gegen weitere Schröpfaktion

Der ARBÖ ist überzeugt, dass die Bundesregierung 2007 eine flächendeckende Bemautung des Individualverkehrs einführen will. Auch wenn diese Roadpricing-Pläne noch dementiert würden, seien vorbereitende Studien von Verkehrsminister Gorbach und Aussagen der ASFINAG, die Vignette nur noch 2006 zum jetzigen Preis anzubieten, ein "deutliches Signal". Der ARBÖ lehnt die flächendeckende Bemautung ab.

"Vor der Nationalratswahl 2006 will man noch still halten, in Wirklichkeit sind die Steuerbelastungspläne längst akkordiert", meinte ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar in einer Stellungnahme am Sonntag. Er kritisierte auch die Opposition: Mit der Forderung nach einer flächendeckenden Lkw-Maut würden die Pkw-Mautpläne der Regierung indirekt unterstützt: "Wer die Lkw-Maut auf alle Bundesstraßen ausdehnen will, denkt entweder an neue Steuereinnahmen oder bereits an Mautsysteme, um auch Pkw-Fahrer zu erfassen."

Auch ÖAMTC gegen weitere Schröpfaktion der Autofahrer
Auch der ÖAMTC hat am Sonntag sein klares Nein zu einer flächendeckenden Pkw-Maut deponiert. Der Club lehne jegliche Überlegungen zu weiteren Schröpfaktionen der durch die massiv gestiegenen Kraftstoffpreise ohnehin schon über Gebühr belasteten Autofahrer entschieden ab, hieß es in einer Aussendung.

Eine fahrleistungsabhängige Pkw-Maut wäre in Anbetracht der massiven Belastungen, denen sich die Kraftfahrer derzeit ausgesetzt fühlten, eine "Schikane", betonte Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Er erwartet sich in den schon angebrochenen Vorwahlzeiten mehr als nur Lippenbekenntnisse von Seiten der Politik. Auch nach den Landtagswahlen im Oktober müsse das Nein zur generellen Pkw-Maut aufrecht bleiben.(apa/red)

21.8.2005 12:41