Autokauf kommt den Österreichern teuer: Preise bei unseren Nachbarn deutlich tiefer
- Inklusive Steuern sogar teurer als in Deutschland
- Am billigsten ist Tschechien, am teuersten Dänemark
Was viele Autokäufer schon lange vermuten, wird nun auch von Experten offiziell bestätigt: In Österreich sind die Autopreise deutlich höher als in sämtlichen Nachbarländern. Das geht aus dem aktuellen Neuwagen-Preisindex hervor, den das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) für das zweite Quartal 2005 ermittelt hat.
Zwar ist Deutschland laut der jüngsten Statistik der EU-Kommission der teuerste Automarkt in Europa, und in Dänemark sind Pkw im Schnitt am billigsten. Die EU-Kommission verglich jedoch die Preise ohne Steuerbelastung. Inklusive der zu zahlenden Steuern und Zollabgaben in den einzelnen Ländern sieht die Sache schon ganz anders aus: Nach den Berechnungen von PwC hätte Dänemark mit einem Index von 194 (durchschnittlicher Listenpreis in der Eurozone = 100) sogar die höchsten Autopreise.
Teurer als bei den Nachbarn
In Österreich (Index 104) sind Autos demnach deutlich teurer als in den Nachbarländern Deutschland (96), Schweiz (93), Italien (93), Tschechien (92) oder Ungarn (96). Billiger als bei uns sind Autos auch in Polen (95), Spanien (97), Frankreich (98), Belgien (95), Schweden (97) und Griechenland (94).
Dänemark ist der Preis-Spitzenreiter
Am meisten hinblättern müssen Autokäufer nach Dänemark (194) in Norwegen (165), Finnland (131), Irland (130), Holland (119) und Portugal (115).
Insgesamt sind die Autopreise in Westeuropa in den vergangenen zwölf Monaten um durchschnittlich 3,9 Prozent gestiegen. In den fünf größten Automärkten zeigt sich dabei jedoch ein sehr unterschiedliches Bild: Während die Preise in Spanien und Italien weiterhin deutlich steigen, lag die Teuerung in Frankreich und Deutschland zuletzt unter dem Durchschnitt der Eurozone. In England waren die Neuwagenpreise zuletzt sogar rückläufig. In Mittel- und Osteuropa steigen die Preise langsamer als im Westen; in Tschechien wurden Autos zuletzt sogar billiger.
Der österreichische Automarkt wächst laut PwC-Studie schon seit einiger Zeit mit einer konstanten Rate von 3 Prozent pro Jahr. Stark ausgeprägt ist das Wachstum bei Kleinwagen, während die Umsätze in der Mittel- und Oberklasse rückläufig sind. Anders als in den meisten anderen Märkten geht der Marktanteil der Dieselautos in Österreich zurück. Die Teuerungsrate bei Autos sinkt kontinuierlich - wobei die Teuerungsrate vor zwei Jahren bei 4 Prozent lag und derzeit etwa 1,8 Prozent beträgt. (apa/red)
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