Immer weniger Urlauber aus Deutschland: Heimische Touristiker leiden an Einbußen
- "Großer Nachbar" ist der wichtigste Herkunftsmarkt
- Schlechte Wirtschaftslage schadet der Reisebranche
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Der österreichische Sommertourismus leidet auch heuer wieder unter einem Nächtigungsrückgang bei deutschen Gästen. Dieser Trend ist seit mehreren Jahren spürbar, besonders betroffen ist der Individualreisemarkt.
Im österreichischen Städtetourismus und bei organisierten Reisen werden bei deutschen Gästen hingegen weiterhin Zuwächse verzeichnet.
Wichtigster Herkunftsmarkt
Deutschland ist nach Österreich noch immer der wichtigste Herkunftsmarkt für den heimischen Tourismus, knapp 44 Prozent der gesamten Nächtigungen und 60 Prozent der Nächtigungen von ausländischen Gästen in Österreich entfallen auf deutsche Urlauber.
Unsichere Wirtschaftslage
"Der deutsche Urlaubsreisemarkt ist seit einigen Jahren rückläufig. Seit 1992 macht sich dieser Trend auch in Österreich mit rückläufigen Nächtigungszahlen im Sommer bemerkbar", sagt die Sprecherin der Österreich Werbung, Christa Lausenhammer. Die wesentlichen Einflussgrößen sind laut Deutscher Reiseanalyse die weiterhin unsichere Wirtschaftslage und die negative Einschätzung der eigenen wirtschaftlichen Situation, bedingt durch die schlechte gesamtwirtschaftliche Situation, Arbeitslosigkeit und Angst vor Sozialabbau.
Immer weniger Deutsche kommen nach Österreich
Im Juni 2005 ging die Zahl der Nächtigungen von deutschen Gästen laut Statistik Austria um 14,5 Prozent zurück, die der Ankünfte um 11,3 Prozent. Im Mai und Juni 2005 lag das Nächtigungsminus von deutschen Gästen bei 4,3 Prozent. Die Juli-Zahlen sollen nächste Woche veröffentlicht werden. Im Sommer 1991 wurden in Österreich noch 39,6 Millionen Nächtigungen von deutschen Gästen gezählt, 2004 lag diese Zahl nur mehr bei 24,8 Millionen.
Starkes Nächtigungsminus
Die Gesamtzahl der Nächtigungen ist in Österreich im Sommer von 78,2 Mio. im Jahr 1991 auf 59,8 Mio. im Jahr 2004 zurückgegangen, die Zahl der Ankünfte reduzierte sich hingegen im gleichen Zeitraum nur leicht von 15,8 auf 15,3 Millionen. (apa)
