Wien hat billigste Büros Mitteleuropas: Die Bruttomieten sind geringer als in Preßburg
- Weltweit teuersten Standorte sind London und Tokio
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Wien hat in den vergangenen eineinhalb Jahren seine Kostenposition gegenüber Bratislava, Budapest & Co. deutlich verbessert und ist mittlerweile der billigste Bürostandort unter den mitteleuropäischen Großstädten. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des internationalen Immobilienmaklers CB Richard Ellis hervor.
Auf Basis von Bruttomieten ist die österreichische Hauptstadt mittlerweile um zehn Prozent billiger als Prag, Warschau oder Berlin und gar um 20 Prozent kostengünstiger als Budapest. Die weltweit teuersten Bürostandorte bleiben indes London und Tokio.
International Platz 64
Nach der neuesten Büromarktstudie, mit der CB Richard Ellis weltweit 174 Metropolen auswertet, nimmt Wien mit Bruttomietkosten von knapp 25 Euro pro Quadratmeter und Monat Platz 64 im internationalen Ranking ein. Die teuersten Businessbezirke der Welt sind weiterhin das Londoner Westend mit 132,6 Euro pro Monat und Quadratmeter, gefolgt von den Innenbezirken Tokios (97,3 Euro). Sieben der zehn teuersten Bürostandorte liegen aber in Europa. Vergleichsweise billige Büros gibt es derzeit in den USA. Büros in Midtown/Manhattan, der teuerste Bürostandort in den USA, rangieren gemäß der aktuellen Studie erst auf Platz 27 (knapp 40 Euro pro Quadratmeter und Monat) - eine Folge des noch immer relativ schwachen Dollar.
Preßburg wurde teurer
Unter den mitteleuropäischen Hauptstädten ist Preßburg derzeit nur geringfügig teurer: In Wien beträgt die durchschnittliche jährliche Bruttomiete (inklusive Nebenkosten) aktuell 299 Euro pro Quadratmeter und Jahr, in der nur 60 Kilometer entfernten slowakischen Hauptstadt sind es 310 Euro. Bemerkenswert ist aber, dass Preßburg im Vergleich zu Wien zuletzt einen regelrechten Preisschub hinnehmen musste: Anfang 2004 hatte Richard Ellis für Bratislava noch eine durchschnittliche Jahres-Bruttomiete von 267 Euro berichtet.
Auch in Budapest stiegen die Preise
Noch dramatischer fällt die relative Verteuerung der Büros in Budapest aus. Während die Preise in Wien gleich geblieben sind, hat sich Budapester Office-Space in den vergangenen 12 Monaten um auf Euro-Basis mehr als 14 Prozent verteuert. Die Bürokosten in Budapest liegen derzeit bei 380 Euro.
Nikosia, Sofia und Bukarest am billigsten
Die weiteren Vergleichswerte: Prag und Warschau sind mit 335 bzw. 333 Euro etwa zehn Prozent kostspieliger als Wien. Die aktuellen Bruttomietkosten für Berlin und München liegen bei 347 bzw. 510 Euro pro Jahr und Quadratmeter respektive. Unter den europäischen Hauptstädten sind nur Nikosia (199 Euro), Sofia (220 Euro) und Bukarest (258 Euro) billiger als Wien. (apa)
