Dienstag, 16. August 2005

Schöner Wohnen im Trend: Möbelhandel 2004 erstmals wieder mit Umsatzplus

  • Möbelbranche verzeichnet Zuwächse mit Accessoires
  • Kika/Leiner und Lutz dominieren den Möbel-Markt

Die große Dürre im österreichischen Möbelhandel ist vorbei. Erstmals seit Jahren hat die Möbelbranche 2004 ein Umsatzplus von 2,6 Prozent verbucht. Die Zuwächse stammen vor allem aus dem Geschäft mit Accessoires und Zubehör, geht aus einer Studie von RegioPlan von heute, Donnerstag, hervor.

Den Markt teilen sich nach wie vor die beiden großen Gruppen Kika/Leiner und Lutz, gefolgt von Ikea, Interio und Dänisches Bettenlager. Während die Marktführer Umsatzzuwächse verbuchen, müssen die kleineren, nicht filialisierten Unternehmen Rückgänge hinnehmen. Entwicklungschancen für die "Kleinen" sieht RegioPlan im exklusiven Bereich, mit designorientierten, innerstädtischen Betriebstypen.

Immer mehr setzen auf Diskont
Wie im Lebensmittelhandel gewinnt auch in der Möbelbranche der Trend zum Diskont an Bedeutung. So setzen einige große Marktteilnehmer (z.B. Dänisches Bettenlager) voll auf die Diskontschiene, da für diese Vertriebsform starke Zuwächse erwartet werden können. Auch die Lutz-Gruppe investiert verstärkt in Diskont-Vertriebslinien wie Möbelix und mömax.

Kleine unter Druck
Der durchschnittliche Quadratmeterumsatz im Möbelhandel lag im Vorjahr bei 1.453 Euro, gegenüber 1.437 Euro 2003. Die Zahl der Standorte ist weiter gesunken, von 2.782 Outlets 2002 auf 2.563 Outlets 2004. Vor allem Anbieter mit Flächen unter 3.000 m2 müssen Standorte zusperren, geht aus der Studie hervor.

Expansion in Österreich ist abgeschlossen
Die Verkaufsflächen des Möbelhandels in Österreich sind im Vergleich zum Vorjahr trotz rückläufiger Outletzahl leicht gestiegen. Die großen Marktteilnehmer bauen bestehende Standorte permanent um und erweitern diese, die Expansion in Österreich könne jedoch als weitgehend abgeschlossen betrachtet werden, so RegioPlan.

Kika/Leiner & Lutz setzen auf fremde Märkte
Insbesondere die Marktführer Kika/Leiner und die Lutz Gruppe setzen eher auf fremde Märkte, in denen die Marktkonzentration noch nicht so weit fortgeschritten ist. Dabei verfolgen sie aber unterschiedliche Strategien: Während Kika/Leiner den osteuropäischen Markt erobert, forciert die Lutz-Gruppe die Expansion der Diskont-Vertriebslinien und die Expansion nach Deutschland.
(apa/red)


16.8.2005 10:15