Bordkarten bald aus eigenem Drucker: AUA will noch heuer mit Online-Check-In starten
- AUA-Partner Lufthansa hat bereits Testlauf gestartet
- Ab September auch bei der AUA online einchecken

·Starkes Passagier- Plus bei der Austrian
Zahl der Fluggäste stieg im Juli um 16,2 Prozent
·Die Hälfte der Öster-reicher steht zur AUA
Halten trotz der Verluste eigene Airline für wichtig
·Schlechte Werte bei Koffer-Rankig für AUA
15 Koffer pro 1000 Gäste kommen nicht gleich an
Mit einer Internet-Offensive will die Luftfahrtgruppe Austrian Airlines die Ausstellung von Flugtickets vereinfachen und näher zum Kunden rücken. Schon im September 2005 soll es möglich sein, selbst über das Internet einzuchecken. Kunden sollen sich künftig auch ihre Flugtickets bzw. Bordkarten selbst auf dem eigenen PC oder im Büro auf gewöhnlichem Papier ausdrucken können, so AUA-Sprecher Johannes Davoras.
Weiters seien zusätzliche Zahlungsmöglichkeiten - etwa durch Bankeinzug oder Online-Umbuchungsmöglichkeiten - geplant. Auch das Internetportal der AUA soll verbessert und vereinfacht werden und raschen Zugriff auf günstige Tickets an bestimmten Tagen ermöglichen. Für Firmenkunden soll es zusätzliche Angebote wie kostengünstige "Blocks" von 10 oder 20 Flugscheinen und passwordgeschützte Online-Zugriffe geben.
Ab September online einchecken möglich
"Die AUA will mit dieser Offensive bis zum Jahresende dem gestiegenen Stellenwert des Internet und Kundenanfragen Rechnung tragen", hieß es. Zusätzlich bedeutet der Vertriebsweg Internet auch Kostenvorteile für das Unternehmen selbst. Es sei gut denkbar, dass bei Buchungen auf diesem Wege die bisher verrechneten "Ticket-Service-Gebühren" von mindestens 8 Euro geringer ausfallen, sagte Davoras. Entschieden sei diesbezüglich aber noch nichts.
Lufthansa testet bereits
Auch die Lufthansa, AUA-Partner im internationalen Luftfahrtbündnis Star Alliance, hat einen Probelauf zum Ausdruck von Bordkarten am Computer gestartet. Konkret können sich Fluggäste von Berlin-Tegel nach Frankfurt, die ihr Ticket online buchen und im Internet einchecken, bis Ende Oktober ihre Bordkarte auf einem normalen Blatt Papier ausdrucken, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag unter Berufung auf die Mitarbeiterzeitung "Lufthanseat". Damit entfällt für Fluggäste das Anstellen an einem Schalter oder Automaten.
Flächendeckende Einführung für 2006 geplant
Auf dem Dokument finden sich außer Flugzeiten, Sitzplatznummer und Flugsteig auch ein Strichcode mit verschlüsselten Daten. Dieser Code ist unempfindlich gegen Knicke und Schmutz. Sollte sich der Test bewähren, könnte die Lufthansa die "Bordkarte aus dem PC" schon 2006 flächendeckend einführen. "Uns geht es um eine Verbesserung und Beschleunigung der Prozesse am Boden", meinte eine Lufthansa-Sprecherin. (red)
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