Online-Rotlichtbezirk in der Warteschleife: Vergabe von ".xxx"-Domains verschoben
- US-Regierung bittet Internet-Behörde um Aufschub
- 6.000 Protestbriefe von Internet-Usern eingegangen

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Die Schaffung eines Internet-Rotlichtbezirkes wurde jetzt verschoben. Die US-Regierung bat die zuständige Internet-Behörde Icann um einen Aufschub bei der Vergabe von Domains mit der Endung ".xxx". Grund dafür seien rund 6.000 Protestbriefe und -E-Mails besorgter Bürger, die negative Auswirkungen von Pornografie auf Familie und Kinder befürchten.
Befürworter halten dagegen, dass Kinder durch die Einführung des Internet-Rotlichtbezirkes besser vor pornografischen Inhalten im Netz geschützt werden können, berichtet die Netzeitung.
Die Icann hatte die ".xxx"-Domainnamen im Juni beschlossen und wollte nun den Vertrag mit dem Betreiber ICM Registry unterschreiben. Das Unternehmen teilte nun mit, den Vertragsabschluss um einen Monat zu verschieben, um über den Sinn der neuen Internet-Adressen aufzuklären.
Kritik an der Icann war auch laut geworden, weil die Internet-Verwaltung eine inhaltliche Kontrolle der ".xxx"-Websites ablehnt hatte. Einige Staaten hatten sich deshalb bei den Vereinten Nationen gegen die neuen Domains ausgesprochen. (red)
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