Verkehr: Autos der Zukunft
- NEWS-Serie, Teil 2: So sieht der Straßenverkehr in 50 Jahren aus

Was tun wir, wenn es kein Erdöl mehr gibt? Die Industrie sucht längst nach alternativen Antriebssystemen und macht unsere Autos immer klüger.
Lieferzeiten von bis zu einem Jahr, sich stapelnde Bestellbelege davon können die großen Autohersteller aus Deutschland im Moment wohl nur träumen. Ein Japaner ists, der alle überrundet hat, obwohl im Rückspiegel längst seine Konturen zu sehen waren: Der Lexus RX 400 h aus der Toyota-Edelschmiede ist ein schnittig gestylter Geländewagen und in den USA längst zur schicken Yuppie-Kiste avanciert.
Mit seinem Kombi-Antrieb aus Benzin-Verbrenner und zwei Elektromotoren schluckt das Hybrid-Gefährt für seine Leibesfülle nur diäthafte acht Liter und glänzt dabei mit den Abgaswerten des kleinsten Kleinwagens: Bei sanftem Gasfuß und im Stop-and-go-Verkehr geht der Verbrennungsmotor schlafen, und der vordere Elektroantrieb schuftet allein. Verbrauch? Null. Abgase? Null. Um 50.000 Euro kann man der Öko-Tristesse mit dem Hybrid-Lexus Ade sagen und hat damit gleichzeitig das Bekenntnis zu einer grünen Zukunft in der Tasche.
Die letzte Tankfüllung kommt. 120 Jahre nach der Geburt des Ottomotors tun wir gut daran, über das Auto der nächsten 100, 200 und 300 Jahre nachzudenken. Nimmt man die weltweiten Erdölreserven und dividiert sie durch den derzeitigen Jahresbedarf, kommt man auf zirka 40 Jahre, für die das Rohöl noch reichen würde. Nach einer Studie der Internationalen Energieagentur IEA wird der Weltölbedarf von heute 75 Millionen Barrel pro Tag bis zum Jahr 2030 aber noch auf über 120 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Und auch wenn man von noch unentdeckten Ölquellen ausgeht das Ende der fossilen Brennstoffe und damit die letzte Tankfüllung Benzin werden kommen. Ein beklemmender Gedanke für die Mobilitäts-Liebhaber der westlichen Industrieländer. Längst hat man sich hier an den Komfort des Zweitwagens gewöhnt
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