Gefährliche Mission: Einsatz Afghanistan
- NEWS mit dem Bundesheer in Afghanistan
- Keiner weiß, wie gefährlich diese Mission ist

NEWS begleitete 93 österreichische Soldaten nach Afghanistan. Sie sollen helfen, die Wahlen im September zu sichern. Nach dem Tod von 17 spanischen Soldaten stellt sich die Frage: Wie gefährlich ist der Job unserer Soldaten?
Sie haben überlebt. Alle Insassen eines Militärhubschraubers, der rund 20 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Herat nahe der afghanisch-iranischen Grenze notlandete, kamen mit dem Schrecken davon. Anders die fünf Besatzungsmitglieder und zwölf Passagiere eines zweiten Helikopters alle 17 Spanier sind tot. Der Vorfall vom vergangenen Dienstag hat wieder einmal gezeigt, dass Afghanistan nach dem Irak das gefährlichste Pflaster für europäische (aber auch amerikanische) Truppen ist, es kommt immer wieder zu Anschlägen oder Unfällen. Die Deutsche Bundeswehr hat 2.175 Soldaten in Afghanistan stationiert, das größte Kontingent der rund 8.300 Mann starken ISAF-Truppe aus über 30 Ländern. Die meisten Deutschen sind in Kabul stationiert, 300 sind in Kundus im Einsatz, die Spanier sind mit rund 850 Soldaten in Afghanistan vertreten.
Zuvor hatte es Ende Juni einen Unfall mit zwei toten Bundeswehrsoldaten gegeben, ein weiterer starb vergangene Woche bei einem Verkehrsunfall.
Wie gefährlich ist der Einsatz des Bundesheeres? Oberstleutnant Johannes Eisner sitzt nachdenklich hinter seinem Schreibtisch im Zimmer seiner Holzbaracke und zündet sich seine Pfeife an, bevor er antwortet. Er wägt die Worte sorgfältig ab, dann beginnt er zu sprechen: Hier gibt es eine Vielzahl von Gefahren und Bedrohungen: Minen, Blindgänger, vielleicht auch feindlich gesinnte Gegner wir dürfen daher nicht unvorsichtig sein. Aber Angst ist kein guter Ratgeber, schon gar nicht für einen Soldaten. Wir sind uns der Gefahr bewusst und begegnen ihr mit strengen Sicherheitsvorschriften. Immerhin wurden extra für diese Mission neue Splitterschutzwesten angeschafft, das minensichere Fahrzeug Dingo II soll zusätzlich für Sicherheit sorgen.
Doch was sagt die Mannschaft auf die Frage: Angst? Keine, sagt einer, aber für die Angehörigen sei der Einsatz in Afghanistan sehr wohl eine Belastung. Meinen Namen möchte ich nicht in der Zeitung lesen, meint er, denn meiner Mutter habe ich gesagt, ich bin ein paar Monate im Kosovo. Kosovo, meint seine Mutter, sei okay, aber bei Afghanistan hätte sie sich ziemliche Sorgen gemacht.
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