,Häupl und Haider: ein Dream-Team
- Jörg Haider, Landeshauptmann & BZÖ-Chef

Der BZÖ-Obmann im NEWS-Sommergespräch über einen Spitzenkandidaten Haider, seine Kritik am schwächelnden Kanzler und die rot-orange Option.
NEWS: Herr Landeshauptmann, sämtliche Umfragen bescheinigen Ihrem BZÖ maximal drei Prozent. Sind Sie gescheitert?
Haider: Ihr lests immer die falschen Umfragen. Dem BZÖ geht es überall dort sehr gut, wo wir kandidieren. Die erste Wahl, die wir in Kärnten geschlagen haben, hat uns gleich einen Bürgermeister gebracht und der ÖVP eine vernichtende Niederlage.
NEWS: In Kärnten mag das sein aber im restlichen Österreich schaut es trister aus.
Haider: Ihr könnts nicht immer so tun, als wäre Kärnten außerhalb von Österreich. Wir leben sehr gut und sind als BZÖ sehr erfolgreich.
NEWS: Wird Peter Westenthaler in Wien BZÖ-Spitzenkandidat?
Haider: Ich weiß nicht, ob er in die Politik zurückkehren will. Er wäre aber mein Wunschkandidat, weil wir beide miteinander schon sehr viele erfolgreiche Wahlschlachten geschlagen haben. Ich glaube aber nicht, dass er sich aus dem Stronach-Konzern rausnehmen will.
NEWS: Das ist eine überraschende neue alte Liebe nach so schmerzvoller Trennung.
Haider: Ja, Gott sei Dank sind die einstigen Konflikte auch mithilfe der kriminalisierenden Bericht-erstattung von NEWS gegenüber Susanne Riess-Passer gut bereinigt.
NEWS: Wir freuen uns, dass wir für Sie als Mediatoren tätig sein durften. Spesenseilschaften haben Bestand. Immerhin haben Sie beide ja hohe Spesen verbraucht
Haider: Das waren keine Spesen, sondern Wahlkampfausgaben für meine Wahlkampfeinsätze.
NEWS: Hat Riess-Passer nicht auch ihre Privatissimen über die Partei abgerechnet?
Haider: Dieser Vorwurf ist eine Riesenschweinerei. Wenn sie etwas gemacht hat, was vorwerfbar gewesen wäre, dann müsste man auch gegenrechnen, worauf sie verzichtet hat. Nämlich auf 1,8 Millionen Schilling Abfertigung aus ihrem Abgeordnetengehalt und ihre Politikerpension.
NEWS: Würden Sie Riess-Passer gerne in Ihrem BZÖ sehen?
Haider: Sie ist ja von allen so hoch geschätzt worden vor allem nach ihrem Abgang. Ich nehme daher an, es wird viel Applaus geben, könnte sie sich zur Rückkehr entschließen.
NEWS: Sie werden sie also zur Wiederkehr einladen?
Haider: Sicher, ja!
Das ganze NEWS-Sommergespräch mit Jörg Haider lesen Sie im neuen NEWS
