Beate Uhse vergeht die Lust am Geschäft: FORMAT über den Rückzug aus den USA!
- '9/11 veränderte Sex-Gewohnheiten der Amerikaner'
- Trotz Übersee-Misserfolg: Konzern mit Umsatzplus

Große Hoffnungen setzte Beate Uhse vor drei Jahren auf den Einstieg in den US-Markt, den weltweit größten Markt für Erotikartikel. Umso herber ist nun die Enttäuschung, dass sich Beate Uhse aus den USA wieder zurückziehen muss. Denn mit dem Versandgeschäft, der einzigen Beate-Uhse-Sparte in den USA, fuhr der Flensburger Konzern einen satten Verlust von insgesamt sechs Millionen Euro ein.
Der Grund laut Beate-Uhse-Chef Otto Christian Lindemann: "Die Folgen des Terroranschlages vom 11. September 2001." Dadurch hätte sich die Einstellung der Amerikaner zur Sexualität derart verändert, dass der Absatz nie wirklich ins Laufen kam. Dazu kam, dass die geplante Übernahme der US-Firma Penthouse, die dem Geschäft Schwung verliehen hätte, platzte. Außerdem wollten große Zeitschriftenverlage keine Anzeigen des Beate-Uhse-Versands mehr schalten. Dennoch will sich Europas größter Erotikkonzern nicht geschlagen geben. An einem neuen Konzept für die Amerikaner, das einen Neueinstieg 2006 vorsieht, wird bereits gebastelt.
Trotz des Misserfolgs in Übersee verzeichnet Beate Uhse positive Ergebnisse: Im ersten Halbjahr 2005 erhöhte sich der Umsatz um sechs Prozent auf 144,1 Millionen Euro, der Gewinn stieg um 3,5 Prozent auf 8,9 Millionen Euro. Was die Flensburger besonders freut: Einige Länder glänzten mit zweistelligen Wachstumsraten - darunter Frankreich und Österreich.
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