Freitag, 19. August 2005

Nach Kauf von Adidas: Verdacht auf Insider-Handel bei der Reebok-Übernahme besteht

  • US-Börsenaufsicht beschuldigt mehrere Verdächtige
  • PLUS: Die Erfolgsgeschichte mit den drei Streifen

Die US-Börsenaufsicht SEC weitet ihre Ermittlungen wegen Insider-Handels im Zuge der geplanten Übernahme des Sportschuh-Herstellers Reebok durch den deutschen Konkurrenten Adidas aus. Die Behörde beschuldigte am Donnerstag acht weitere Verdächtige, darunter eine Person mit Wohnsitz in Reinbek bei Hamburg sowie einen ehemaligen Wertpapierhändler aus New Jersey.

Der SEC zufolge wurden kurz vor der Bekanntgabe des Kaufplanes Reebok-Wertpapiere erworben und wenig später mit hohem Gewinn veräußert. Die SEC erwirkte nach eigenen Angaben nun einen Gerichtstitel, um mehr als sechs Millionen Dollar illegaler Erträge aus diesen Geschäften in Deutschland, Kroatien und den USA zu beschlagnahmen. Die Reebok-Aktien waren um mehr als 30 Prozent gestiegen, nachdem Adidas' Kaufangebot veröffentlicht worden war.

Zuerst hatte die Behörde nur eine kroatische Rentnerin beschuldigt, die nach eigenen Angaben nichts von den Vorwürfen weiß. Die Anwälte von drei New Yorker Verdächtigen wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die anderen Beschuldigten, zu denen auch zwei Personen aus Zagreb gehören, waren zunächst nicht erreichbar. Zudem ermittelt die SEC gegen einen Unbekannten, der über den österreichischen Broker Direktanlage.at gehandelt haben soll.

(apa)

19.8.2005 07:37