Donnerstag, 18. August 2005

Eine neue Umfrage zeigt: Die Österreicher setzen beim Sparen auf die Sicherheit!

  • Bausparen verliert, bleibt aber in der Hit-Liste voran
  • Immer mehr können sich nicht für Form entscheiden

Beim Sparen überwiegt bei den Österreichern das Sicherheitsdenken. Absicherung stehe als Sparmotiv weiterhin klar im Vordergrund, heißt es in einer Pressemitteilung des Meinungsforschungsinstituts Fessel-Gfk zur jüngsten Umfrage über das Sparverhalten. Verlierer im zweiten Quartal ist der Bausparvertrag, der aber nach wie vor mit Abstand die Hit-Liste der beliebtesten Sparformen anführt. Generell steige aber die Unschlüssigkeit.

Für besonders interessant hielten den "Bausparer" 51 Prozent der Befragten, im Frühjahr waren es noch 57 Prozent. Dahinter folgt das Sparbuch mit 32 Prozent. Vor allem Besitzer eines Bausparvertrages seien nunmehr deutlich weniger von dieser Spar- und Anlageform überzeugt (64 Prozent nach 71 Prozent), so die Meinungsforscher. Das Interesse der Nichtbesitzer habe sich dagegen in in geringerem Ausmaß von 42 auf 40 Prozent verändert.

Die Zahl jener, die sich für keine Spar- und Anlageform entscheiden können, steigt. Die Zahl der in Frage kommenden Anlageformen sinkt seit Herbst kontinuierlich und ist seit Herbst 2004 im Durchschnitt von 3,29 auf 2,88 Nennungen gesunken. Auch der Prozentsatz jener, die mit "keine Angabe" antworteten, war höher.

Lebensversicherung verliert
Auch die klassische Lebensversicherung verliert an Attraktivität, sie wurde im zweiten Quartal nur mehr von 28 Prozent als interessante Anlageform (Mehrfachnennungen möglich) bezeichnet, im ersten Quartal waren es noch 33 Prozent. Die Lebensversicherung wurde vom Sparbuch überholt, das für unverändert 32 Prozent interessant ist.

Gründe für die sinkende Beliebtheit der "Klassiker" Bausparen und Lebensversicherung sieht Fessel-Gfk-Experte Alexander Zeh in der in den vergangenen Jahren breiter gewordenen Palette an Vorsorgeprodukten. Dazu gekommen ist etwa die Zukunftsvorsorge, die seit ihrem Start 2003 Werte von mindestens 20 Prozent aufweist. Im zweiten Quartal 2005 war die staatlich geförderte Pensionsvorsorge für 22 Prozent eine besonders interessante Anlageform, nach 24 Prozent im ersten Quartal. Hier könne man von einer "Kannibalisierung" sprechen. Beim Minus für das Bausparen könnte auch das wegen des niedrigen Zinsniveaus geringere Interesse an Darlehen eine Rolle spielen.

25 Prozent sehen Immobilien als sinnvoll an
Weiterhin stabil ist das Interesse an der Veranlagung des Kapitals in Grund und Boden. Etwas mehr als ein Viertel betrachten Immobilien als interessante Anlageform.

Abgeflaut ist das Interesse für Investmentfonds, die im zweiten Quartal 2004 für 17 Prozent interessant waren, im Jahresdurchschnitt 2004 waren es noch 28 Prozent. Für Aktien interessierten sich 12 Prozent, nach 11 Prozent.

(apa)

18.8.2005 12:29