Nächste Premiere in der Formel 1: Rennzirkus ist heiß auf Kurs in der Türkei
- Dreiwöchige Sommerpause endet heute
- Türkei ist das 26. Land, das einen Grand Prix austrägt
·Der Endstand in der Formel1-WM 2005
Wertungen bei Fahrern
und den Konstrukteuren
·Ihre Meinung zählt: Formel-1-Diskussion
Wie wird die erste Saison ohne Legende "Schumi"?
Die Formel 1 brennt auf die Premiere in der Türkei. "Nach der Pause ist man wieder richtig heiß auf's fahren", sagte Michael Schumacher und auch WM-Leader Fernando Alonso fühlt sich erfrischt von der dreiwöchigen Sommerpause, die heute mit der GP-Premiere nahe Istanbul zu Ende geht. Die Türkei ist das 26. Land, das einen Grand Prix austrägt und es ist die 69. Strecke, auf der ein Lauf zur F1-WM seit 1950 ausgetragen wird.
Der GP der Türkei ist die einzige Debütveranstaltung im heurigen Kalender, im Vorjahr waren Bahrain und China neu ins Programm gekommen. Alle drei Strecken haben mit dem Deutschen Herman Thilke denselben Architekten. Der Kurs im asiatischen Teil der türkischen Weltmetropole am Bosporus ist eine Berg- und Talbahn mit sechs Rechts- und acht Linkskurven. Es wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren, das Istanbul Otodrom bietet 130.000 Zuschauern Platz.
Vielleicht vorletztes Rennen für Klien
Mit dabei ist auch wieder der Österreicher Christian Klien, der nach einer Teamentscheidung zumindest auch in Istanbul und dann in Monza (4. September) im zweiten Red-Bull-Cocpkit sitzen wird, während Tonio Liuzzi weiterhin den Testpiloten gibt.
Schumacher hat bei einer Motorrad-Tour im Urlaub durch Norwegen und einem Abstecher nach St. Tropez Kraft für den 14. WM-Lauf in Istanbul getankt. "Die kleine Unterbrechung war vielleicht für viele notwendig, aber wenn es nach mir gegangen wäre, wäre es auch ohne gegangen", meinte er allerdings und stellte erfreut fest: "Gut, dass es wieder weiter geht."
In der Gesamtwertung liegt der 36-Jährige mit 55 Punkten auf dem dritten Rang. Es führt der in Ungarn leer ausgegangene spanische Renault-Pilot Alonso (87) vor Budapest-Gewinner Kimi Räikkönen (61) aus Finnland im McLaren-Mercedes. "Die Probleme in Ungarn waren wirklich überraschend. Wir haben dort nicht gepunktet, also müssen wir das jetzt in der Türkei tun", sagte Alonso. "Ich bin nach dem Urlaub erfrischt und bereit für die letzten Rennen. Wir führen und das ist die beste Position, in der man nur sein kann", gab sich der 24-jährige zuversichtlich.
Einstimmung auf neue Strecke per Spielkonsole
Viele Fahrer haben sich bereits per Spielkonsole auf die neue Strecke eingestimmt. Felipe Massa, nächstes Jahr statt Rubens Barrichello Ferrari-Partner von Schumacher, scherzte: "Ich habe in Istanbul im Sauber C24 schon gewonnen, allerdings auf der SonyPlaystation!" Schumacher setzt beim Rennen auf dem 5,340 km langen Kurs rund anderthalb Fahrstunden vom Stadtzentrum Istanbuls entfernt hingegen auf seine Erfahrung. "Ich habe noch nicht viel gesehen davon, weiß aber, dass sie hügelig und mit langen, schnellen Kurven ausgestattet sein soll", meinte er. "Das hört sich doch schon mal gut an."
Noch zuversichtlicher dürfte ihn stimmen, dass die Türken ihre Rennstrecke als "verbesserte Version" von Spa preisen. Denn der Kurs mit der weltberühmten Eau Rouge ist Schumachers unumstrittene Lieblingsstrecke. Eine ähnliche Kurve erwartet die Fahrer auch in der Türkei. "Ich lasse mich einfach überraschen", sagte Schumacher, dem ebenso wie seinen Kollegen in Istanbul wieder eine Hitzeschlacht wie zuletzt in Budapest bevorstehen dürfte.
Gerüstet ist er dafür auf jeden Fall. Erholt hat sich Schumacher in der rund zweiwöchigen Pause, in denen ansonsten auch weiter am Ferrari F2005 gearbeitet wurde, im Urlaub in Skandinavien. "Super war die Motorrad-Tour durch Norwegen, die ich zusammen mit ein paar Freunden gemacht habe", erzählte Schumacher: "Die Natur, die Landschaft, das war einzigartig."
(apa)
