Donnerstag, 18. August 2005

FIFA modifiziert die Abseitsregel: Pfiff soll jetzt schon vor der Ballberührung ertönen

  • Beschluss ist Rückkehr zur alten Abseits-Auslegung

Ein im Abseits stehender Spieler soll künftig vom Schiedsrichter wieder zurückgepfiffen werden können, bevor er den Ball spielt oder berührt. Diese Modifizierung der Anwendung der Abseitsregel legte jetzt eine Arbeitsgruppe des International Football Association Board (IFAB) unter Vorsitz des Spaniers Angel Maria Vilar Llona fest. Allen FIFA-Mitgliedsverbänden wurde die Weisung inzwischen mitgeteilt. Mit seinem Beschluss kehrte der Fußball-Weltverband praktisch zur alten Abseits-Auslegung zurück.

Beim Turnier um den Confederations Cup im Juni war erstmals die im Frühjahr festgelegte neue Auslegung der Abseitsregel angewendet worden. Der Beschluss, Abseitsstellungen erst dann durch die Unparteiischen ahnden zu lassen, wenn der im Abseits stehende Spieler den Ball berührt, hatte bei Spielern wie Fans für Unverständnis gesorgt.

In der Modifizierung der Regel heißt es nun: "Ein Spieler in einer Abseitsstellung kann bestraft werden, bevor er den Ball spielt oder berührt, falls nach Ansicht des Schiedsrichters kein anderer Mitspieler, der sich in einer Nicht-Abseitsstellung befindet, die Möglichkeit hat, den Ball zu spielen." Das Spiel soll künftig mit einem Freistoß an der Stelle fortgesetzt werden, an der sich der Spieler ursprünglich befand, als seine Abseitsposition erkannt wurde. (apa/red)

18.8.2005 13:14