Tennisturnier in Cincinnati: Jürgen Melzer
& Stefan Koubek scheitern in erster Runde
- Koubek verliert gegen Ferrero, Melzer gegen Roddick
- Melzer: "Habe Roddick die Breaks geschenkt"
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Für Jürgen Melzer und Stefan Koubek war am Montag beim ATP-Tennis-Turnier in Cincinnati in Runde eins Endstation. Melzer musste sich dem hoch favorisierten Amerikaner Andy Roddick in 77 Minuten 3:6,4:6 geschlagen geben. Koubek unterlag Juan Carlos Ferrero trotz eines 6:0-Erfolges im ersten Satz, danach setzte sich der Spanier souverän 6:3,6:2 durch.
Der starke Anfangsrhythmus des 28-jährigen Österreichers wurde beim Stand von 6:0 und 2:2 durch eine kurze Regenpause gebrochen, danach machte Koubek nur noch drei Games. Damit stellte Ferrero, Roland-Garros-Sieger 2003, im Head-to-Head mit Koubek auf 4:3. Die vorangegangenen beiden Partien in Gstaad sowie bei den US Open (jeweils 2004) hatte Koubek für sich entschieden.
"Die Enttäuschung hält sich in Grenzen, denn ich habe gut gespielt", erklärte Koubek trotz des bitteren Spielverlaufes. Zur plötzlichen Wende Mitte des zweiten Satzes meinte die aktuelle Nummer 148 des ATP-Races 2005: "Plötzlich hat Ferrero angefangen, viel besser aufzuschlagen und Druck zu machen. Dann ist alles viel zu schnell gegangen." Die Partie gegen den Spanier dauerte 82 Minuten.
In der Quali hatte sich Koubek gegen Jeff Morrison (USA) und Giovanni Lapentti (ECU) durchgesetzt. "Diese zwei Siege waren nach diesem bisher so merkwürdigen Jahr sehr wichtig", so Koubek, der so wie Melzer nun New Haven und die US Open auf dem Kalender stehen hat.
Melzer gegen Roddick wieder ohne Chance
Roddick, Nummer fünf des Masters-Series-Turniers, reichte jeweils ein Break pro Satz zum sicheren Erfolg über die österreichische Nummer eins. "Roddick hat mit seinem Aufschlag einen Riesenvorteil. Da muss man die wenigen Chancen nutzen, aber das habe ich heute nicht gemacht", bilanzierte Melzer, dessen Handgelenksverletzung mittlerweile komplett ausgeheilt ist. Die zwei entscheidenden Breaks wurmten den 24-Jährigen. "Heute habe ich ihm die Breaks geschenkt, das stört mich am meisten."
Eine ähnliche Sensation wie 2004 in Toronto gegen Andre Agassi blieb deshalb aus. "Gegen so einen großen Namen will man immer eine Sensation schaffen. Auch diese Spieler sind nicht unschlagbar, aber heute hat es einfach nicht gereicht." In der kommenden Woche tritt der Deutsch Wagramer in New Haven an, dann stehen bereits die US Open auf Melzers Kalender. "Klar wären einige Spiele in New Haven schön, aber auch wenn ich wieder in der ersten Runde ausscheide, bricht keine Welt zusammen", gilt Melzers volle Konzentration dem Grand-Slam -Event.
(apa)
