Londoner Polizei vereitelt Anschlag: Mit schmutziger Bombe auf Parlament & U-Bahn
- Al-Kaida-Zelle wollte mit Nervengas angreifen
- Zeitungsbericht nennt aber keinen Zeitpunkt
·Britische Polizei ändert ihre Methoden
Scotland Yard revidiert
"Shoot to kill"-Befehl
Die britische Polizei hat laut Medienberichten einen Nervengas-Anschlag auf das Parlament vereitelt. Wie die "Sunday Times" berichtete, wollte eine Al-Kaida-Zelle das Unterhaus sowie die U-Bahn mit einer chemischen "schmutzigen Bombe" angreifen. Die Terroristen hätten das Parlament und das U-Bahnsystem mit Videokameras ausführlich ausgekundschaftet, hieß es.
Bei der Aufklärung der Pläne habe Scotland Yard mit einem früheren Al-Kaida-Agenten zusammengearbeitet, schrieb die Zeitung. Dieser habe dabei geholfen, E-Mails zu entschlüsseln. Nach Aufdecken der Anschlagsvorbereitungen sei die Sicherheitsstufe um das Parlament in diesem Sommer erhöht worden. Wann die Terroristen möglicherweise zuschlagen wollten und wann ihnen die Polizei auf die Schliche kam, berichtete das Blatt nicht. Die Metropolitan Police äußerte sich am Sonntag zunächst nicht zu dem Artikel.
Dem Zeitungsbericht zufolge befürchtet die Polizei nach wie vor, dass ein Selbstmordattentäter eines der berühmten Londoner schwarzen Taxis für einen Anschlag auf das Parlamentsgebäude nutzen könnte. Laut "Sunday Times" fordert Scotland Yard deswegen eine weitere Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen.(apa/red)
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