Freitag, 19. August 2005

Hochwasser in Bulgarien: 20 Menschen tot, Schäden in der Höhe von 500 Millionen Euro

Von den Überschwemmungen in diesem Sommer ist ein Viertel der 7,4 Millionen Bulgaren betroffen. Es gab 20 Unwetter-Tote und Schäden in Höhe von 500 Millionen Euro. Das geht aus einem Bericht der UN-Behörde zur Koordination humanitärer Hilfe (OCHA) hervor, der am Freitag in Sofia veröffentlicht wurde.

Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Wochen befinden sich 15 bulgarische Städte immer noch im Notstand. In mehreren Regionen wurden die Anbauflächen fast völlig zerstört. 20.000 Menschen müssen mit Nahrung, Unterkünften, Impfstoffen und Antibiotika versorgt werden.

Zahl der Flutopfer in Rumänien auf elf gestiegen
Bei den schweren Unwettern in Rumänien in dieser Woche sind mindestens elf Menschen ums Leben gekommen. Zwei 60 und 68 Jahre alte Hirten seien im Bezirk Mures von einem Blitzschlag getroffen worden, teilte ein örtlicher Behördenvertreter mit. Zuvor hatte der rumänische Innenminister Vasile Blaga von neun Toten gesprochen. Außerdem galt ein Mensch zunächst noch als vermisst.

Seit Anfang der Woche wurden im Norden und im Zentrum Rumäniens mehr als 1.100 Menschen aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht. Die starken Regenfälle haben in dem südosteuropäischen Land mehr als 4.000 Häuser und rund 700 Brücken zerstört. Mehrere hundert Soldaten und Polizisten sind in den betroffenen Regionen im Einsatz.

Bereits im Juli hatte es in Rumänien schwere Überschwemmungen gegeben. Bei den schwersten Unwettern seit 30 Jahren waren 24 Menschen ums Leben gekommen. 13.000 Menschen wurden evakuiert, zahlreiche Häuser zerstört oder beschädigt.
(apa)

19.8.2005 15:41