Zehn Menschen brutalst ermordert: Serien- mörder zu zehn mal lebenslänglich verurteilt
- USA: Rader sorgte jahrelang für Angst und Schrecken
- Entschuldigte sich unter Tränen bei Hinterbliebenen
Der US-Serienmörder Dennis Rader, der über Jahrzehnte hinweg im Mittleren Westen der USA für Angst und Schrecken gesorgt hat, ist zu zehn Mal lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Ein Richter in Wichita im Bundesstaat Kansas entschied am Donnerstag, dass der 60-jährige für jeden der von ihm eingestandenen zehn Morde jeweils lebenslänglich bekommt.
Das Urteil bedeutet, dass Rader keine Chance hat, das Gefängnis jemals auf Bewährung zu verlassen. Es war die höchste Strafe, die Richter Greg Waller verhängen konnte. Die Todesstrafe war nicht möglich, da Rader seine Bluttaten beging, bevor Kansas im Jahr 1994 die Todesstrafe wieder einführte.
Entschuldigung unter Tränen
Vor seiner Urteilsverkündung hatte sich Rader unter Tränen bei den Familien seiner Opfer entschuldigt: "Es gibt keinen Weg, auf dem ich das wiedergutmachen kann." In seinem Statement zitierte er die Bibel und lobte die Polizei für ihre Arbeit. Sein Geständnis hatte Rader im Juni abgelegt. Die äußerliche Ungerührtheit, mit der er damals seine Gräueltaten vor Gericht schilderte, löste im ganzen Land Entsetzen aus.
Angehörige der Opfer machten bei einer Anhörung deutlich, dass sie ihm seine Taten nie werden verzeihen können. Der 60-jährige solle in ein "tiefes, tiefes Loch geworfen werden und dort verrotten", sagte Beverly Plapp, Schwester der ermordeten Nancy Fox. Andere Angehörige bezeichneten den Täter als "Monster", "Abschaum" und "Inbegriff des Bösen".
Fesseln, Foltern, Töten
Rader bezeichnete sich selbst als "BTK" - eine Abkürzung für die Methode "Bind, Torture, Kill" (Fesseln, Foltern, Töten), die er gegen seine Opfer anwendete. Zwischen 1974 und 1991 hatte Rader in Wichita seinen Opfern nachgestellt, war in ihre Häuser eingedrungen und hatte sie auf brutalste Weise gequält und ermordet. Die Polizei provozierte er mit Briefen mit der Unterschrift "BTK", in denen er seine Bluttaten schilderte. Während all der Jahre führte der frühere Kommunalbeamte, regelmäßige Kirchgänger und Anführer bei den Pfadfindern ein Doppelleben. Seine Frau, mit der er zwei Kinder hat, ließ sich erst im Juli von ihm scheiden.
(apa)
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