Neuer Aufbruch für Deutschland: Merkel nominierte Wahlkampf-Team für die Union
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Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel hat neun Fachleute in ihr Wahlkampfteam berufen. Die CDU-Chefin stellte die sechs Männer und drei Frauen in Berlin vor. Der frühere Verfassungsrichter Paul Kirchhof ist für Finanzen zuständig. Merkel betonte bei der Vorstellung, dass mit Ausnahme des thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus alle Mitglieder zur Übernahme von Ämtern in einem Kabinett bereit seien, also auch Kirchhof. Um Wirtschaft und Arbeit kümmert sich der saarländische Ministerpräsident Peter Müller.
Weitere Mitglieder des so genannten Kompetenzteams sind der frühere CDU- und Fraktionsvorsitzende Wolfgang Schäuble für Außen- und Sicherheitspolitik, der bayerische Innenminister Günther Beckstein für innere Sicherheit, die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan für Bildung und Wissenschaft und die niedersächsische Sozialministerin Ursula von der Leyen für Familie und Gesundheit.
Als zweites CSU-Mitglied neben Beckstein berief Merkel die frühere Bundesministerin Gerda Hasselfeldt in ihr Team. Sie soll für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucher zuständig sein. Zu ihrem Ost-Experten machte die CDU-Chefin den thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus. Bundestags-Vizepräsident Norbert Lammert ist in dem Team für Kultur zuständig.
Umfrage: Merkel ist die Stärkere, Schröder der Modernere
Die Deutschen halten Unionskanzlerkandidatin Angela Merkel laut einer neuen Umfrage für die stärkere Politikerin, während sie Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als moderner betrachten. 63 Prozent bezeichneten Merkel in einem Forsa-Profilvergleich als "stark", 59 Prozent sagten dies über Schröder, wie der "Stern" am Mittwoch vorab berichtete. Das Attribut "modern" hingegen gaben 68 Prozent dem Kanzler, während nur 35 Prozent die CDU-Chefin als "modern" einschätzten. Bei den meisten anderen Eigenschaften, nach denen gefragt wurde, lag Merkel vor Schröder.
So glaubten 63 Prozent der Befragten, dass die Unionskanzlerkandidatin eine Vision für die Zukunft hat. 54 Prozent waren der Ansicht, dass dies bei Schröder der Fall sei. 54 Prozent meinten, Merkel gehe die wirtschaftlichen Probleme zielstrebig an; 35 Prozent denken dies über Schröder. 58 Prozent finden, dass der Kanzler etwas von den Erfordernissen der Wirtschaft versteht. 54 Prozent meinen dies von Merkel. Für den Vergleich wurden 1001 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger am 12. August befragt.
(apa/red)
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