Dienstag, 16. August 2005

Erdbeben der Stärke 7,2 vor Nordjapan: Einsturz eines Daches fordert 14 Verletzte

  • Gebäude schwankten, 17.000 Haushalte ohne Strom
  • Gegebene Tsunami-Warnung wieder aufgehoben

Ein Erdbeben hat am Dienstag den Nordosten Japans erschüttert. Wie der Fernsehsender NHK berichtete, stürzte in der Stadt Sendai das Dach eines Hallenbades ein. Dabei seien 14 Menschen verletzt worden. Zunächst hatte NHK etwa 80 Verletzte gemeldet. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo gab es in der Präfektur Iwate zwei Verletzte.

Der meteorologische Dienst Japans gab die Stärke des Bebens mit 6,8 an, US-Geologen registrierten einen Wert von 7,2.

Die Verbindungen mit Hochgeschwindigkeitszügen in Nordjapan wurden laut Kyodo gestoppt, auch der Flughafen der rund 300 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio stellte seinen Betrieb vorübergehend ein. Dort brachten die Erdstöße auch Hochhäuser ins Schwanken. Den Angaben zufolge fiel in rund 17.000 Haushalten der Strom aus. Fernsehbilder zeigten ein eingestürztes Haus bei Tokio und Erdrutsche in der Erdbebenregion.

Die Behörden hoben eine zunächst ausgegebene Tsunami-Warnung auf. Zwei zehn Zentimeter hohe Wellen erreichten gegen Mittag (Ortszeit) die Küste.

Das Zentrum des Bebens lag 20 Kilometer unter dem Meeresgrund und rund 80 Kilometer von der Küste entfernt im Pazifik. Japan liegt an der Naht von vier tektonischen Platten und ist häufig von Erdbeben betroffen. Am Dienstag hatte es bereits ein Beben der Stärke 4,9 auf der Insel Hokkaido gegeben.

16.8.2005 07:23