Montag, 15. August 2005

Schüsse neben Bushs Ranch in Texas: Nachbar rechnet nach Cowboy-Manier ab

  • Farmer ist offenbar von Medienrummel total genervt
  • "Fünf Wochen von alledem, das ist einfach zu viel"

Nach Wildwest-Manier hat ein Nachbar von US-Präsident George W. Bush seinen Unmut über den Medienrummel im texanischen Crawford zum Ausdruck gebracht. Der Farmer Larry Mattlage griff am Sonntag (Ortszeit) zu seiner Flinte und feuerte einige Male in die Luft. Mattladges Farm liegt gleich neben dem Gehöft, wo der US-Präsident derzeit fünf Wochen Ferien verbringt - und dadurch hunderte Journalisten und Demonstranten nach Crawford gebracht hat. "Fünf Wochen von alledem, das ist einfach zu viel", sagte der Farmer dem Fernsehsender CNN. "Hier leben wir, das ist unser Ort."

Auf die Schüsse angesprochen, sagte Mattlage zunächst, er habe nur für die kommende Taubenjagd-Saison üben wollen. Auf die Frage, ob er damit noch eine andere Botschaft verbunden habe, brummte er: "Ich überlasse es Ihnen, das herauszufinden."

Besondere Aufmerksamkeit zieht in Crawford derzeit die Demonstrantin Cindy Sheehan auf sich, deren Sohn im Irak-Krieg getötet wurde. Sie campiert in Crawford und verlangt ein Treffen mit Bush. Ihre Mitstreiter haben entlang der Straße zu Bushs Ranch 500 weiße Holzkreuze mit den Namen gefallener Soldaten aufgestellt.(apa/red)

15.8.2005 08:30