Streit im Vollrausch: Mordversuch mit Hacke wegen 15 Euro Schulden in Linz

  • 53-Jähriger schlägt Schuldner dreimal auf den Kopf
  • Tiefe Wunden, aber keine Lebensgefahr für Opfer

Zu einem Mordversuch mit einer Hacke wegen 15 Euro Schulden ist es am Freitagabend in Linz gekommen. Im Rausch hat ein 53-jähriger Frühpensionist eine Hacke geholt und damit den 47-jährigen Schuldner attackiert. Mit drei Schlägen gegen den Kopf wurde der arbeitslose Linzer schwer verletzt. Akute Lebensgefahr bestehe aber nicht, sagte die Sicherheitsdirektion für Oberösterreich am Samstag der APA.

Der Streit eskalierte kurz vor 19.00 Uhr in einem Linzer Vereinslokal: Beide Männer waren laut Polizei stark alkoholisiert. Nachdem der 53-Jährige das Lokal wutentbrannt verlassen hatte, ging er zu einer nahe gelegenen Gartenhütte, zu der er den Schlüssel besaß. Kurze Zeit später stand der Mann wieder im Lokal: Mit einer Hacke in der Hand.

Nach einem kurzen Wortgefecht mit seinem Schuldner umfasste der 53-Jährige den 60 Zentimeter langen Stiel und schwang die Schneide der Hacke drei Mal gegen den Kopf des 47-Jährigen. Dann erst konnten andere Gäste dem Frühpensionisten die Hacke aus der Hand reißen und Rettung und Polizei alarmieren.

Der Arbeitslose wurde mit der Rettung in das Unfallkrankenhaus Linz gebracht. Er erlitt durch die Hackenhiebe eine klaffende Wunde am Genick sowie zwei leichtere Schnittverletzungen am Rücken. Akute Lebensgefahr bestehe nicht, heißt es aus der Sicherheitsdirektion.

Der Frühpensionist ist laut Polizei "im Großen und Ganzen" geständig. Es besteht der Verdacht des versuchten Mordes. Der 53-Jährige wurde in die Justizanstalt Linz überstellt.(apa/red)

20.8.2005 12:15
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