"Nicht mit mir": Waltraud Klasnic will nicht von Gerhard Hirschmanns Gnaden LH werden
- Verzicht auf Posten, wenn seine Stimme notwendig
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Fehlende Unterlagen und mangelnde Kontrolle
Waltraud Klasnic will den Sessel des Landes-Ersten nicht von Hirschmanns Gnaden halten. "Wenn ich abhängig bin von seiner Stimme, dann will ich gar nicht Landeshauptmann sein. Nicht mit mir", erklärte sie in einem Interview mit dem "Standard". Dass Ex-ÖVP-Landesrat und Listen-Wahlkämpfer Gerhard Hirschmann Klasnic wählen würde, ist ohnedies unwahrscheinlich, wie er mehrmals - u.a. durch eine Rücktrittsaufforderung in der Causa Herberstein - durchblicken ließ.
Klasnic hält sich mit Kommentierungen zu Angriffen ihres ehemaligen Regierungsmitglieds zurück, stellte aber klar, sich von Hirschmann nicht zur Landeschefin wählen lassen zu wollen: "Im Steiermärkischen Landtag wird eine Waltraud Klasnic es nicht abhängig machen, ob sie von so jemandem zum Landeshauptmann gewählt wird oder nicht. Da bin ich es lieber nicht, denn ich habe Verantwortung für dieses Land." Sie werde "mit den demokratischen Parteien dieses Landes gerne verhandeln", aber ihre Zukunft an der Landesspitze "nicht von der Gunst eines Hirschmann abhängig machen". Und: "Ich mache mich nicht abhängig von Menschen mit diesem Verantwortungs- und Demokratiegefühl."
"Schwarze Drecksbagage"
In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben an Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) ging Gerhard Hirschmann auch auf seine Kritik an der Parteispitze unter Klasnic und die von ihm in einem Interview verwendete Formulierung "schwarze Drecksbagage" ein. Er habe diese Aussage tatsächlich gemacht, "natürlich nicht im Hinblick auf die Basis der ÖVP", sondern jene Gruppe ringsum Waltraud Klasnic gemeint, "die durch ihre Anleitung zum öffentlichen Vernadern politischer Mitbewerber - Stichwort: Leserbrief-Knigge - die steirische Volkspartei auf ein Niveau gebracht hat, das sich die Partei schlichtweg nicht verdient."
Es sei unbestritten, dass Waltraud Klasnic, solange sie ein starkes Team um sich gehabt habe, die soziale und emotionale Kommunikation des Landes exzellent gemanagt habe. Aber, so Hirschmann, "dass das Land derzeit geführt wird, ist doch eine äußerst weltfremde Behauptung." Die steirische Volkspartei bedürfe dringend einer Erneuerung: "Die unglückselige Personalpolitik der letzten Jahre durch die Parteispitze ist ja der Hauptgrund für die katastrophale Abwärtsentwicklung. Das allerwichtigste ist, dass die ÖVP im Interesse des Landes wieder Kraft und Stärke zeigt, so ganz nach dem Vorbild von (Niederösterreichs Landeshauptmann) Erwin Pröll."
(apa/red)
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