Hygienemängel in Salzburger Eissalons: Jede dritte Probe bei AK-Test war verdorben!
- Kein Salmonellen, aber Fäkalbakterien entdeckt
- Arbeiterkammer hat betreffende Betriebe angezeigt
Zu einem erschreckenden Ergebnis sind die Konsumentenschützer der Salzburger Arbeiterkammer (AK) bei der Überprüfung von Speiseeis in 17 Eissalons in der Stadt Salzburg gekommen: In etwas mehr als einem Drittel der Geschäfte waren die Proben verdorben und hätten nicht verkauft werden dürfen.
"Es wurden in den Proben zwar keine Salmonellen entdeckt, aber wie kommen Kunden dazu, dass derart viele der keineswegs billigen Naschereien nicht in Ordnung waren", stellte AK-Präsident Siegfried Pichler fest. "Immerhin schlecken vorwiegend Kinder die bunten Eiskugeln und da kann es leicht zu gesundheitlichen Problemen wie Durchfall kommen." Pichler veranlasste, dass die schwarzen Schafe beim Marktamt der Stadt Salzburg wegen der Hygienemängel angezeigt wurden.
"Wir haben vor allem geprüft, ob sich die Eishändler an die Speiseeisverordnung 1973 halten", sagte Konsumentenschützer Heimo Typplt, dessen Mitarbeiter dabei ihr blaues Wunder erlebten: Sechs Proben waren verdorben beziehungsweise entsprachen nicht dieser Verordnung. "Dieses Eis hätte nicht verkauft werden dürfen!", sagte AK-Präsident Pichler. Auffällig war bei der Erhebung, dass gleich beide Filialen der "Eisgrotte" beanstandet werden mussten. Von den Werten her die schlechteste Qualität fand man laut AK im Cafe im Haus der Natur.
Die Fäkalbakterien, die bei dem Test entdeckt wurden, weisen auf mangelnde Hygienebedingungen bei der Zubereitung oder bei der Ausgabe hin. "Sehr häufig liegt die Ursache bei der mangelnden Reinigung des Portionierers", wissen die Tester. Dieser ist nach der Speiseeisverordnung entweder im fließenden Wasser oder in einem Behälter zu reinigen. In fast allen Fällen, wird er in einem Behälter gereinigt, das Wasser muss dann aber mit Zitronen- oder Weinsäure angereichert werden, damit die Bakterien abgetötet werden.
Die Arbeiterkammer hat nun die Ergebnisse des Tests beim Marktamt der Stadt Salzburg angezeigt und auf die offenkundigen Hygienemängel hingewiesen. (apa)
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