Mittwoch, 17. August 2005

Hochwasser-Situation in Niederösterreich entspannt sich: Pegelstand "gleich bleibend"

  • Entwarnung: Donau erhält keinen weiteren Nachschub
  • Entspannung in Oberösterreich: Wasserstände sinken

Mit dem rasanten Ansteigen des Pegels der Donau in Niederösterreich gab es in der Nacht auf Mittwoch Hochwasser-Alarm. Von Überflutungen betroffen waren Klosterneuburg und Gemeinden im Bezirk Amstetten, teilte die Sicherheitsdirektion mit. Im Laufe des Tages pendelte sich der Wasserstand laut Hydrographischem Dienst fast überall bei "gleich bleibend" ein.

Beim Bahnhof Klosterneuburg-Kierling war noch am Dienstagabend der Park & Ride-Abstellplatz geräumt worden. Kurz nach Mitternacht gab es Hochwasseralarm - der Pegel hatte 5,50 Meter erreicht. Die Rollfährestraße wurde unter Wasser gesetzt und unpassierbar. Ebenfalls überflutet wurden tiefer gelegene Bereiche des Strombades Kritzendorf (Gemeinde Klosterneuburg). Aus den Ufern trat die Donau laut Sicherheitsdirektion auch in Ardagger und Neustadtl a.d. Donau im Bezirk Amstetten. Der Donauradweg wurde gesperrt.

Der Landespressedienst berichtete, dass die Wasserstände der größeren Flüsse in Salzburg und Oberösterreich sinken würden. Die Donau erhalte "keinen weiteren Nachschub". Es sei daher damit zu rechnen, dass sich die Situation in Niederösterreich entspannen werde.

Wegen des Hochwassers wurden die Fähren Korneuburg-Klosterneuburg und in Weißenkirchen i.d. Wachau eingestellt, teilte die ÖAMTC-Informationszentrale mit. Die Verbindung in Spitz blieb in Betrieb. Sollte der Pegel jedoch weiter steigen, müsste der Verkehr ebenfalls eingestellt werden, sagte ein Club-Sprecher.

Die Wasserstände der Donau in Niederösterreich am Mittwoch um 11.00 Uhr (Prognosen für 17.00 Uhr): Ybbs 5,10 Meter (5,30), Kienstock 6,65 (6,90), Korneuburg 5,84 (6,00) sowie Wildungsmauer 5,94 (6,20 Meter).

Entspannung in Oberösterreich
In Oberösterreich wiesen die Pegelstände der Flüsse Mittwochvormittag überwiegend sinkende oder zumindest gleich bleibende Tendenz auf. Weil Wetterprognosen für die nächsten Tage keine wesentlichen Niederschläge mehr voraussagten, erwartete der Hydrografische Dienst Linz eine deutliche Entspannung in Oberösterreich.
(apa/red)

17.8.2005 07:24